Kaeser zu Klimakritik: Man kann nicht gewinnen

München (dpa) Siemens-Chef Joe Kaeser reagiert zunehmend frustriert auf die Klimadebatte um seinen Konzern. "Bei solchen Themen kann man nicht gewinnen, weil der Anspruch, den viele haben auf der anderen Seite, ein legitimer ist", sagte Kaeser vor der von Protesten begleiteten Hauptversammlung am Mittwoch.
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Siemens-Vorstand Joe Kaeser. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
dpa Siemens-Vorstand Joe Kaeser. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

München (dpa) Siemens-Chef Joe Kaeser reagiert zunehmend frustriert auf die Klimadebatte um seinen Konzern. "Bei solchen Themen kann man nicht gewinnen, weil der Anspruch, den viele haben auf der anderen Seite, ein legitimer ist", sagte Kaeser vor der von Protesten begleiteten Hauptversammlung am Mittwoch. "Nur: Ein Anspruch alleine schafft noch keine Lösungen", fügte er hinzu. "Deswegen war mir vollkommen klar, dass man bei solchen Themen nicht gewinnen kann: jung gegen alt, Aktivismus gegen Konzern."

Dass Siemens wegen eines verhältnismäßig kleinen Zugsignalauftrags "zur Zielscheibe doch zahlreicher Umweltaktivisten" geworden sei, nannte Kaeser "schon fast grotesk". Bei "diesem unseligen Projekt in Australien" sei Siemens ja "erst in der zweiten Ableitung" beteiligt. Man müsse sich fragen, wo diese Debatte aufhöre: Dürfe Siemens dann im Zweifelsfall auch keine energiesparende Haustechnik für ein Hauptquartier eines großen Minenkonzerns liefern?

Anlass der Proteste von Umweltgruppen ist die Lieferung von Siemens-Zugsignaltechnik im Wert von rund 18 Millionen Euro für ein riesiges Kohlebergbauprojekt des Adani-Konzerns in Australien.

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