Jäger sollen in den Wäldern mehr Tiere abschießen
Das wird Tierschützer nicht freuen. Wegen hoher Verbissschäden in den Wäldern sollen bayerns Jäger öfter Wild schießen
München - Angesichts von weiter hohen Verbissschäden in Bayerns Bergwäldern verlangt Forstminister Helmut Brunner (CSU) dort eine stärkere Bejagung von Wild. Gerade bei der für die Stabilität der Bergwälder wichtigen Tanne sei der Verbiss oft noch zu hoch, sagte Brunner am Mittwoch bei der Vorstellung der „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung 2012“ im Landtag. Insgesamt habe aber im Freistaat der Verbiss an jungen Waldbäumen durch Rehe, Hirsche und Gämsen abgenommen. Jäger und Waldbesitzer hätten hier bestens zusammengearbeitet. In zwei Dritteln der rund 750 Hegegemeinschaften könne die bisherige Abschusshöhe beibehalten und in einigen sogar gesenkt werden. Bayernweit ist der Anteil abgebissener Leittriebe bei Nadelbäumen seit der letzten Erhebung vor drei Jahren von sechs auf vier Prozent zurückgegangen, bei Laubbäumen von 24 auf 18 Prozent. Grund für die Verbesserung sei vor allem eine effektive Jagd. Damit komme auch der Umbau in Mischwälder besser voran, der den Wald für den Klimawandel stabiler machen soll. Denn das Wild frisst junge Triebe von Laubhölzern und von Tannen besonders gern.
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