Irrgarten am Ammersee – auf verschlungenen Wegen durch Rom

Gladiatoren, Händler, Götterboten: Das traditionelle Feld-Labyrinth Ex Ornamentis in Utting am Ammersee bietet dieses Jahr historische Irrwege durchs alte Rom.
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Das traditionelle Uttinger Feld-Labyrinth zeigt dieses Jahr das Kolosseum in Rom.
Das traditionelle Uttinger Feld-Labyrinth zeigt dieses Jahr das Kolosseum in Rom. © Peter Kneffel/dpa
Utting am Ammersee

Alle Wege führen nach Rom - und auf Irrwegen geht es neuerdings in Oberbayern auch wieder heraus: Die Stadt am Tiber ist dieses Jahr das Motiv des Feld-Labyrinths Ex Ornamentis in Utting am Ammersee. Corinne und Uli Ernst bieten seit 1999 jedes Jahr ein Pflanzenlabyrinth zu verschiedenen Themen.

Irren am Kolosseum

Dieses Jahr zeigt das aufwendig gestaltete Pflanzenfeld das römische Kolosseum und trägt den Schriftzug "ROM". Auf der Suche nach dem rechten Weg treffen Gäste nach dem Titusbogen am Eingang unter anderem auf ein römisches Aquädukt mit Wasserlauf und ein Strohtheater.

Bei einem Suchspiel können Besucher tiefer in die Zeit des alten Roms eintauchen. Sie können wählen zwischen Suchaufgaben für den Gladiatoren-Schüler, für den Baumeister des Kolosseums, für den römischen Händler oder für Merkur, den Götterboten.

Vom 22. Juli bis 27. September können Neugierige in Utting durch ein sehr grünes Rom irren. Die Wahl sei dieses Jahr auf die Stadt gefallen, weil sie ganz vorne bei den Besuchervorschlägen gewesen sei, sagt Corinne Ernst. 

Grüne Wände aus 340.000 Pflanzen

Das Labyrinth in dem Feld direkt am Ufer des Ammersees erstreckt sich auf 18.000 Quadratmetern. Rund 340.000 verschiedene Pflanzen säumen die mit Stroh bedeckten Pfade, darunter Sonnenblumen, Hanf, Wilde Malve, verschiedene Zierkürbisse, Bohnen und Mais. Die Saatmischung wurde im Mai angesät. Ein Team aus 25 Helfern übertrug mit Studenten von der Fakultät für Geoinformation der Hochschule München das Motiv in das Feld. Die angehenden Vermessungsingenieure halfen beim Einmessen und Einzeichen des Bildes.

Im vergangenen Jahr hatten Corinne und Uli Ernst eine Friedenstaube in die Landschaft gemäht - ein Zeichen angesichts der Kriege in der Welt. Schon 2022 zeigten sie wenige Monate nach Beginn des Ukraine-Krieges eine Weltkarte mit Friedenstaube. 2023 gab es ein Motiv zu 100 Jahre Disney und 2024 zeigte das Pflanzenfeld zum 50-jährigen Jubiläum der Zeichentrickreihe "Wickie und die starken Männer" das typische Wikingerschiff mit Wickie und seinem Vater Halvar. 2017 irrten die Gäste zu 500 Jahre Reformation durch ein Porträt von Martin Luther - und 2020 durch das von Ludwig von Beethoven, zu dessen 250. Geburtstag.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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