Internationales Filmwochenende blickt auf 30 Jahre Mauerfall

Als die Mauer zwischen Ost und West einstürzte, war der Jubel groß. Den kennen junge Menschen nur vom Erzählen oder aus alten Aufnahmen. Mehr als 30 Jahre später soll beim Internationalen Filmwochenende in Würzburg an diese Zeit erinnert werden.
| dpa
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Besucher eines FernsehKrimi-Festivals sitzen in einem Kino. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
dpa Besucher eines FernsehKrimi-Festivals sitzen in einem Kino. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Würzburg (dpa/lby) - Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer: Dieses für Deutschland so prägende Ereignis wird heuer auch beim Internationalen Filmwochenende in Würzburg aufgegriffen. In der Retrospektivreihe "Plus Minus 89" sollen eindrückliche Filme aus dieser aufwühlenden Zeit - geprägt von großen Demonstrationen in der DDR und Massenausreisen in den Westen - präsentiert werden.

Darunter ist der Streifen "Die Architekten" von Regisseur Peter Kahane (70). Das Werk zeigt die Erfahrungen eines jungen, ideenreichen Architekturbüros, dessen Pläne von der harten sozialistischen Wirklichkeit bis zur Unkenntlichkeit verändert werden - und damit auch seine Menschen. Als Gast erwarten die Veranstalter den in Sachsen geborenen Schauspieler Jörg Schüttauf (58, "Vorwärts immer!").

Am 9. November 1989 - 28 Jahre nach dem Bau - verlor die Berliner Mauer ihre Funktion. Die Grenzen in der geteilten Stadt wurden geöffnet. Damit wurde das Tor zur deutschen Einheit aufgestoßen.

Beim Filmwochenende in der Mainstadt sollen von Donnerstag (30. Januar) bis Sonntag (2. Februar) mehr als 60 internationale Spiel- und Kurzfilme sowie Dokumentationen bei 86 Vorstellungen präsentiert werden. Auch junge deutsche Künstler sind mit ihren Werken dabei.

Das Filmfestival findet zum 46. Mal statt und wird ehrenamtlich organisiert. Das Publikum wählt aus neun Spielfilmen, acht Dokumentarfilmen und verschiedenen Kurzfilmen seine Favoriten aus. Die Sieger werden am Sonntagabend ausgezeichnet.

Zur Eröffnung des Festivals wird der Spielfilm "Master Cheng" des finnischen Regisseurs Mika Kaurismäki zu sehen sein. Er erzählt die Geschichte des chinesischen Kochs Cheng, der nach dem Tod seiner Frau nach Finnland geht und in einem Dorf in Lappland die Einheimischen von der chinesischen Küche begeistern will.

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