Interesse an genetischer Familienforschung wächst

DNA-Ahnenforschung wird immer beliebter. Vor allem seit 2016 verzeichnet etwa der Anbieter iGENEA einen starken Anstieg.
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Ein Wattestäbchen und zwei Röhrchen für biologische Proben von einem DNA-Test stehen auf einem Tisch. Foto: Sven Hoppe/Archiv
dpa Ein Wattestäbchen und zwei Röhrchen für biologische Proben von einem DNA-Test stehen auf einem Tisch. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München - DNA-Ahnenforschung wird immer beliebter. Vor allem seit 2016 verzeichnet etwa der Anbieter iGENEA einen starken Anstieg. Ein Viertel der Kunden stamme aus Deutschland, teilte ein Sprecher mit. "Das Interesse an der Ahnenforschung steigt, wir zählen Tausende neue Nutzer täglich", erklärte eine Sprecherin von MyHeritage. Die Firma zähle mehr als 100 Millionen registrierte Nutzer weltweit, etwa 4 Millionen aus Deutschland. Und Ancestry mit Deutschland-Sitz in München teilte mit, weltweit hätten mehr als 15 Millionen Menschen dort den DNA-Test gemacht, 3 Millionen zahlende Mitglieder nutzten die Plattform für Ahnenforschung.

Für die Tests werden ausgewählte DNA-Segmente aus Speichelproben der Kunden analysiert und mit Referenzdaten abgeglichen. Die Kits kosten rund 60, 70 Euro aufwärts. Kritiker dieser Analysen verweisen unter anderem darauf, dass die Erkenntnisse umso fragwürdiger werden, je kleinteiliger die überprüften Regionen sind. Außerdem melden Datenschützer erhebliche Sorgen an, was mit den DNA-Proben passiert und für welche Zwecke sie unter Umständen noch genutzt werden.

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