Insolvenzverfahren bei 1860 München eröffnet

Die Profiabteilung bei 1860 München ist finanziell schwer angeschlagen. Das Amtsgericht eröffnete deswegen nun das Insolvenzverfahren beim Traditionsverein.
dpa |
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Dem TSV 1860 München fehlen Millionen von Euro. (Archivbild)
Dem TSV 1860 München fehlen Millionen von Euro. (Archivbild) © A4366 Sven Hoppe/dpa
München

Nach den jüngsten Querelen um Investor Hasan Ismaik und dem Zwangsabstieg in die Fußball-Regionalliga ist bei 1860 München das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Amtsgericht München bestellte dazu einen Insolvenzverwalter "zur Sicherung des Schuldnervermögens vor nachteiligen Veränderungen", wie es in der öffentlichen Bekanntmachung hieß. 

Konkret betroffen ist die "TSV München von 1860 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien" (KGaA), also die bislang vom Stammverein sowie Geldgeber Ismaik gemeinsam geführte Spielbetriebsgesellschaft. Unter deren Dach liefen bislang etwa der Profispielbetrieb, die U21 und die U19.

Insolvenzverwalter mit Erfahrung im Fußball

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Max Liebig bestellt, der in der Vergangenheit auch die Insolvenzverfahren gegen den Fußballverein Türkgücü München und den Sternekoch Alfons Schuhbeck verantwortete. Medienberichten zufolge hatte 1860-Geschäftsführer Manfred Paula am Dienstagabend den Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt.

Der TSV 1860 München e.V. hatte in Erwartung der Insolvenz der KGaA am vorigen Wochenende bei der Mitgliederversammlung die Gründung einer neuen Spielbetriebsgesellschaft beschlossen. Diese soll künftig den Profifußball bei den "Löwen" organisieren und den Neustart in der 4. Liga bewerkstelligen. Zunächst geht es dabei vor allem darum, einen Kader zusammenzustellen.

Wie sieht die Mannschaft künftig aus?

Weitere Fragen rund um 1860 bleiben offen, etwa wie es um die Auftritte der künftigen Mannschaft aussieht. Die Merchandising GmbH mitsamt der Nutzungsrechte an Logos oder Schriftzügen gehört zu 100 Prozent Ismaik.

Zu dem Chaos war es gekommen, als der Jordanier ein Darlehen kündigte und 1860 damit die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Verbleib in der 3. Liga nicht mehr erfüllte. Zuvor waren Verhandlungen zwischen Ismaik und dem Stammverein gescheitert. Der bei vielen Fans unbeliebte Millionär behauptete zuletzt, der Stammverein von 1860 habe die Insolvenz provoziert, um ihn loswerden zu wollen. Der TSV erwiderte, dass Ismaiks Forderung nicht realisierbar gewesen sei.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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