Ingolstadt vor Relegation: "Durch ist man natürlich nicht"

Der FC Ingolstadt greift nach der Rettung einer Saison voller Enttäuschungen und Rückschlägen. Ein später Treffer gibt dem Gegner aus der 3. Liga Hoffnung für das Rückspiel. Ein gesperrter Führungsspieler fordert den «letzten Job».
| dpa
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Ingolstadt (dpa/lby) - Das Happy End ist für den FC Ingolstadt nach einer Seuchensaison zum Greifen nah. Dank zweier Tore durch Darío Lezcano beim 2:1-Sieg hat der Fußball-Zweitligist vor dem Relegationsrückspiel am Dienstag (18.15 Uhr) zu Hause sehr gute Chancen auf den Klassenerhalt.

"Durch ist man natürlich nicht. Wer glaubt denn, dass er ein Spiel gewonnen hat, wenn es zur Halbzeit 2:1 steht?", warnte Co-Trainer Michael Henke. "Fakt ist, wir führen 2:1. Aber Fakt ist auch, wir brauchen die volle Unterstützung der Stadt, der Region und der Fans im Stadion. Wir müssen einen Hexenkessel fabrizieren", sagte der langjährige Assistent von Ottmar Hitzfeld.

Die unter Trainer Tomas Oral erstarkten Oberbayern könnten am Dienstagabend eine Rettung feiern, die ihnen zwischenzeitlich fast keiner zugetraut hätte. "Ich hoffe, wir machen den letzten Job", sagte Kapitän Almog Cohen, der gelb-gesperrt zuschauen muss. "Für mich ist das schon bitter, aber ich glaube an die Mannschaft. Wir haben einen großen Kader und eine richtig gute Mannschaft."

Lezcano traf am Freitag im Relegationshinspiel beim hessischen Drittligisten SV Wehen Wiesbaden in der 1. und 47. Minute (Foulelfmeter). Nach nur 35 Sekunden schob Lezcano vor 7698 Zuschauern aus kurzer Distanz den Ball völlig freistehend zur frühen Führung für den Favoriten ins lange Eck.

Nach dem Wechsel wurde der Außenseiter aber gleich beim ersten Angriff erneut von den Ingolstädtern überrumpelt. Wehens Torwart Markus Kolke ließ einen Schuss von Cohen abprallen und holte den nachsetzenden Lezcano anschließend von den Beinen. Der Gefoulte trat selbst an den Punkt und verwandelte flach ins Eck.

"In guten Momenten haben wir zwei Tore gemacht, eigentlich hätten wir dann sogar mit 3:0 in Führung gehen müssen. Nach dem Relegationshinspiel führen wir jetzt zur Halbzeit, nicht mehr und nicht weniger", sagte der vorübergehend wieder als Sportchef fungierende Thomas Linke. "Wir sind auf jeden Fall für das Rückspiel vorbereitet."

Wiesbaden gibt der späte Anschlusstreffer durch Daniel Kofi Kyereh (90.+6) Hoffnung. "Die Unachtsamkeit in der Nachspielzeit ist ärgerlich, schärft aber die Sinne im Hinblick auf Dienstag. Wir müssen konzentriert bleiben", sagte Oral.

Überschattet wurde das Ingolstädter Wochenende von einer Attacke auf zwei Busse mit Fans und Mitarbeitern. Bei dem tätlichen Angriff durch etwa 30 blau-weiß maskierte Personen wurden laut Vereinsangaben drei Insassen verletzt. Einer davon musste in die Notaufnahme eingeliefert werden, konnte diese mittlerweile aber wieder verlassen. Die Polizei sprach am Samstag dagegen nur von einer verletzten Person.

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