Industrieproduktion geht erneut zurück

Bayern verdankt seinen Wohlstand hauptsächlich der Industrie. Doch die ist seit Jahren in der Krise, der Jahresauftakt 2026 verläuft einmal mehr schlecht.
dpa |
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Die Drohnenproduktion floriert, aber ansonsten geht es vielen bayerischen Industriefirmen nicht gut. (Archivbild)
Die Drohnenproduktion floriert, aber ansonsten geht es vielen bayerischen Industriefirmen nicht gut. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa
Fürth

Bayerns Industrie findet keinen Weg aus der jahrelangen Krise: Im ersten Quartal ist die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent gesunken. Besser als die beiden Vormonate lief allerdings der März, in dem die Industrieproduktion wieder stieg. Das teilte das Statistische Landesamt mit. 

Im Saldo aller drei Monate jedoch schnitten die beiden wichtigsten Industriezweige sehr schlecht ab, wie aus den Zahlen der Fürther Behörde hervorgeht. Die Produktion der Autoindustrie sank um 7,1 Prozent, im Maschinenbau belief sich der Rückgang auf 7,9 Prozent. Aufwärts ging es mit einem kräftigen Plus von 10,6 Prozent jedoch im "sonstigen Fahrzeugbau". Zu dieser statistischen Kategorie gehören unter anderem die boomende Rüstungs- und die Luftfahrtindustrie. 

Die Krise will nicht enden

Für dieses Jahr hatten Ökonomen dank des 500-Milliarden-Euro-Schuldenpakets der Bundesregierung und den damit einhergehenden Investitionen eigentlich eine Erholung erwartet, doch der Irankrieg hat diese Hoffnungen zunichtegemacht. 

Bayerns über Jahrzehnte vom Erfolg verwöhnte Industrie ist nun schon seit 2019 in schwieriger Lage. Neben Corona-Pandemie und den weltpolitischen Wirren der vergangenen Jahre spielt dabei vor allem die erstarkte chinesische Konkurrenz eine Rolle, die den heimischen Firmen Marktanteile abnimmt. 2025 war für die Unternehmen mit einem leichten Produktionsplus von 0,6 Prozent zwar etwas weniger trist verlaufen, doch das reichte nicht, um den Einbruch des Jahres 2024 mit einem Produktionsminus von 5,5 Prozent auszugleichen. Nun verlief der Jahresstart erneut sehr schwach.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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