In Bayern sind 45 Schulen ohne feste Leitung

Die Posten sind wegen hohen Arbeitsaufkommens wenig attraktiv. Die Grünen fordern bessere Bedingungen, um die Jobs attraktiver zu machen.
dpa |
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In Bayern sind derzeit fast 50 Schulen ohne Schulleitung. (Symbolbild)
In Bayern sind derzeit fast 50 Schulen ohne Schulleitung. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa
München

An Bayerns staatlichen Schulen sind derzeit 45 Positionen von Schulleitungen nicht besetzt. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der Landtags-Grünen hervor. Besonders betroffen seien Grund-, Mittel- und Förderschulen, weniger Gymnasien und Realschulen. Berufsschulen sind in der Statistik nicht erfasst. Derzeit gibt es in Bayern 3.800 staatliche Schulen, die nicht Berufsschulen sind.

"Dauer-Notbetrieb"

Die Grünen befürchten das Fortschreiten einer negativen Entwicklung. In den kommenden Jahren gingen 600 Schulleiterinnen und Schulleiter in den Ruhestand. "Schulen ohne Leitung laufen im Dauer-Notbetrieb – das können wir für unsere Kinder nicht ernsthaft wollen", sagte der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger, Mitglied im Bildungsausschuss. 

In der Vergangenheit hatten mehrere Studien unter anderem der Lehrergewerkschaft GEW zutage gefördert, dass Schulleitungen einer vergleichsweise hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind. 

Die Leitung etwa einer mittelgroßen Grundschule in Bayern wird in der Regel in der Besoldungsgruppe A14 bezahlt. Lehrkräfte ohne Leitungsaufgaben erhalten oft eine Besoldung in der Gruppe A13. Der finanzielle Anreiz für den Mehraufwand erscheint vielen als zu gering.

Jobsharing- und Teilzeitmodelle

Zwanziger forderte unter anderem die Einführung von Jobsharing- und Teilzeitmodellen auch für Schulleitungen. Außerdem sollten auch an Grund- und Mittelschulen erweiterte Schulleitungen eingeführt werden können, um den Arbeitsaufwand auf mehrere Schultern verteilen zu können. Dies ist bisher nur an Gymnasien und Realschulen möglich. 

"Wir brauchen wirksame Maßnahmen, um talentierte Führungskräfte zu gewinnen und zu halten", betonte er. Dies gelte besonders für die Gewinnung von Frauen für Führungsaufgaben. Frauen seien derzeit in Leitungspositionen an Schulen unterrepräsentiert, obwohl sie in den Lehrerkollegien die Mehrheit stellen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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