In Bayern gibt es mehr Schweine in immer größeren Betrieben

Während die Zahl der Schweine in Bayern steigt, sinkt die der Schweinehalter. Blickt man weiter in die Vergangenheit, ist allerdings auch die Zahl der Schweine massiv gesunken.
dpa |
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In Bayern gibt es etwas mehr Schweine - obwohl die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, gesunken ist. (Symbolbild)
In Bayern gibt es etwas mehr Schweine - obwohl die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, gesunken ist. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa
Fürth

In Bayern gibt es etwas mehr Schweine - aber weniger Schweinehalter. Zum Stichtag im November vergangenen Jahres gab es im Freistaat 2.435.700 Schweine, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Das waren 0,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Parallel fiel die Zahl der schweinehaltenden Betriebe aber um rund 100 auf etwa 3.160.

Dadurch steigt die durchschnittliche Betriebsgröße um 26 Schweine auf 771. Der größte Teil der Tiere - fast 1,5 Millionen oder knapp 60 Prozent - wird allerdings in 930 Betrieben mit mehr als 1.000 Tieren gehalten. In Betrieben mit weniger als 100 Schweinen zählt das Landesamt dagegen nur 21.600 Tiere. 

Der aktuelle Anstieg kann aber nicht über den langfristigen Trend hinwegtäuschen. Seit 2015 sind die Schweinebestände in Bayern massiv zurückgegangen. Damals gab es noch knapp 3,3 Millionen Schweine in rund 5.500 Betrieben. Vor allem in der Zeit von 2016 bis 2022 war der Schweinebestand in Bayern deutlich gesunken, seither ist er relativ stabil. Die Konzentration auf weniger Betriebe hält allerdings an. 

Vor 40 Jahren waren es noch 35 Schweine pro Betrieb

Blickt man noch weiter zurück, wird der Trend zur Konzentration und industriellen Tierhaltung noch deutlicher: 1986 hielten noch über 120.000 Bauern in Bayern insgesamt 4,2 Millionen Schweine, wie den Zeitreihen des Landesamts zu entnehmen ist. Das waren im Schnitt rund 35 Tiere pro Betrieb, seither hat sich diese Zahl verzweiundzwanzigfacht. 

Hinter dem Trend stehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Der Fleischkonsum in Deutschland ist gesunken, der Export schwierig. Dementsprechend sind auch die Erzeugerpreise für Schweinefleisch zuletzt zurückgegangen. Die Entwicklung hält bislang auch in diesem Jahr an.

Knapp die Hälfte der gezählten Tiere sind Mastschweine mit insgesamt 1,13 Millionen Tieren, dahinter folgen 682.200 Ferkel, 463.200 Jungschweine und 156.200 Zuchtsauen ab 50 Kilo Gewicht. Zu Zuchtebern macht das Landesamt keine Angaben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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