Immer mehr Ärzte in Bayern

München (dpa/lby) - Die Zahl der Ärzte in Bayern ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Insgesamt zählte die Landesärztekammer 86 696 Ärztinnen und Ärzte.
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Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
dpa Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die Zahl der Ärzte in Bayern ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Insgesamt zählte die Landesärztekammer 86 696 Ärztinnen und Ärzte. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Aufs zurückliegende Jahrzehnt gerechnet, summiert sich der Zuwachs bei den Klinikärzten auf 34,6 Prozent. In den Praxen beträgt das Plus 15,4 Prozent.

Nach Einschätzung der Landesärztekammer reicht der Anstieg aber weiterhin nicht aus, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Denn weil der Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt, wachse auch der medizinische Bedarf, sagte der Kammer-Vizepräsident Andreas Botzlar. Außerdem sei der Anteil der Ärzte, die in Teilzeit arbeiten, in letzter Zeit deutlich gestiegen. Die Kammer fordert, die Zahl der Medizin-Studienplätze weiter zu erhöhen.

Nach Ansicht des Landesverbands der Betriebskrankenkassen hingegen herrscht in Bayern derzeit kein Mangel an Ärzten. Zwar arbeiteten in einigen Teilen Nordbayerns zu wenige Hausärzte, erklärte die Chefin des BKK-Landesverbandes, Sigrid König. Gleichzeitig gebe es aber "in zahlreichen Ballungszentren sehr viel Überversorgung, auch zu viele Krankenhäuser". Das Problem sei daher nicht die Zahl der Ärzte, sondern ihre Verteilung, sagte die Kassenverbands-Chefin.

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