IG Metall: Werden für Automotive bei Osram kämpfen

Die IG Metall hat mit scharfer Kritik auf Spekulationen um eine mögliche Trennung Osrams von seiner Automotive-Sparte nach der Übernahme durch AMS reagiert. "Wir werden in jedem Fall darum kämpfen, dass die für uns enorm wichtige Sparte im Konzern bleibt", sagte der stellvertretende Osram-Aufsichtsratsvorsitzende und Gewerkschaftssekretär der IG Metall Klaus Abel am Dienstag.
| dpa
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Zwei Frauen unterhalten sich vor Beginn einer Hauptversammlung von Osram im Kongresszentrum der Messe München vor einem über mehrere Monitore dargestellten Osram-Logo. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild
dpa Zwei Frauen unterhalten sich vor Beginn einer Hauptversammlung von Osram im Kongresszentrum der Messe München vor einem über mehrere Monitore dargestellten Osram-Logo. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

München - Die IG Metall hat mit scharfer Kritik auf Spekulationen um eine mögliche Trennung Osrams von seiner Automotive-Sparte nach der Übernahme durch AMS reagiert. "Wir werden in jedem Fall darum kämpfen, dass die für uns enorm wichtige Sparte im Konzern bleibt", sagte der stellvertretende Osram-Aufsichtsratsvorsitzende und Gewerkschaftssekretär der IG Metall Klaus Abel am Dienstag. Der österreichische Sensorhersteller AMS dementierte allerdings: "Wir können die Schlussfolgerungen in jüngsten Pressespekulationen weder in irgendeiner Weise nachvollziehen noch sehen wir eine Grundlage dafür", sagte ein Sprecher.

Osram äußerte sich nicht zum Thema, aus Industriekreisen war am Dienstag aber zu hören, dass es in der Belegschaft des Münchner Unternehmens große Sorgen gibt, dass es zur Trennung von der Automotive-Sparte kommen könnte, wenn die Übernahme vollzogen ist. AMS war Ende 2019 mit einem Übernahmeangebot für Osram erfolgreich, noch stehen aber Genehmigungen für den Abschluss der Transaktion aus.

"Die Zerschlagung des bestehenden europäischen Halbleiter-Champions Osram kann kein guter Start sein für die Entstehung eines angeblich neuen Champions unter der Führung von AMS", warnte Abel. Die Europäische Kommission, deren Zustimmung zum Deal noch aussteht, müsse "sehr genau hinschauen und kritisch prüfen, ob so die Investitionsinteressen Europas gewahrt bleiben".

Die Automotive-Sparte ist der größte Geschäftsbereich von Osram, der für rund die Hälfte des Umsatzes verantwortlich ist. Zuletzt litt sie aber unter der Krise der Branche.

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