IG Metall fordert sichere Stellen und höhere Löhne

München (dpa/lby) - Die bayerische IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie sowohl Lohnerhöhungen als auch Beschäftigungsgarantien durchsetzen. IG-Metall-Bezirkschef Johann Horn sagte am Dienstag in München: "Kaufkraft stärken ist das Gebot der Stunde." Zusätzlich müssten in Tarifverträgen auf betrieblicher Ebene "konkrete Investitionen und Produkte für nachhaltige Perspektiven der Standorte und der Beschäftigten festgelegt werden".
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Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
dpa Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die bayerische IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie sowohl Lohnerhöhungen als auch Beschäftigungsgarantien durchsetzen. IG-Metall-Bezirkschef Johann Horn sagte am Dienstag in München: "Kaufkraft stärken ist das Gebot der Stunde." Zusätzlich müssten in Tarifverträgen auf betrieblicher Ebene "konkrete Investitionen und Produkte für nachhaltige Perspektiven der Standorte und der Beschäftigten festgelegt werden".

In der Autoindustrie und im Maschinenbau sei die Lage schwierig, vor allem in Franken und Schwaben. "Dort droht ein größerer Beschäftigungsabbau, wenn wir jetzt nicht gegensteuern", sagte der Gewerkschaftschef. Jeder zweite Autozulieferer, der vom Benzin- oder Dieselmotor abhänge, habe noch keine Alternative für die Zukunft: "Das ist erschreckend."

Die bayerischen Metall- und Elektrounternehmen beschäftigen 870 000 Mitarbeiter. 483 000 sind im Flächentarifvertrag. Die Friedenspflicht läuft Ende April aus. Bis dahin will die IG Metall mit den Arbeitgebern einen Flächentarifvertrag aushandeln, in dem Lohnerhöhungen sowie Regeln zu Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit und Qualifizierung verankert werden. Anschließend müssten beide Seiten dann noch auf Betriebsebene Investitionen, Beschäftigungs- und Standortgarantien aushandeln, so der Vorschlag.

Die Arbeitgeber müssten den Beschäftigten Sicherheit im Wandel geben. "Klimaschutz darf für die Beschäftigten keine Bedrohung sein", forderte der Gewerkschafter. Die Arbeitgeber müssten bis zum 3. Februar erklären, ob sie diesen Weg mitgehen. Sonst komme es zu einer klassischen Tarifrunde mit Beschluss der Forderung am 20. Februar, Verhandlungen ab 16. März und möglicherweise Warnstreiks ab Mai.

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