IG Metall fordert IT-Fortbildung in Baumaschinen-Industrie

IG-Metall-Vorstand Wolfgang Lemb hat die Personalpolitik der boomenden Baumaschinen-Industrie kritisiert. Die Betriebe müssten ihre Softwarekompetenz stärken, um die Hoheit über ihre Kundendaten nicht an IT-Konzerne zu verlieren.
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Ein Metallarbeiter bläst während einer Demonstration in eine IGM-Pfeife. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild
dpa Ein Metallarbeiter bläst während einer Demonstration in eine IGM-Pfeife. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild

München - IG-Metall-Vorstand Wolfgang Lemb hat die Personalpolitik der boomenden Baumaschinen-Industrie kritisiert. Die Betriebe müssten ihre Softwarekompetenz stärken, um die Hoheit über ihre Kundendaten nicht an IT-Konzerne zu verlieren.

Die Transformation in der Branche gelinge nur, "wenn die Unternehmen weiterbilden und eine qualifizierte Personalentwicklung betreiben. Doch daran hapert es", sagte Lemb vor der Vorstellung eines Branchenreports seiner Gewerkschaft am Mittwoch in München. Eine Umfrage unter Betriebsräten zeige das: "Gut die Hälfte der Befragten findet, dass eine solche vorausschauende Personalpolitik nicht oder nur in Ansätzen vorhanden ist."

Die deutsche Baumaschinen-Industrie beschäftigt rund 41 000 Mitarbeiter, der Großteil der Maschinen wird exportiert. Um die Maschinen auf der Baustelle herstellerübergreifend vernetzen und Daten austauschen zu können, entstünden immer mehr Plattformen, erklärte Lemb. Bei den internen Prozessen in den Betrieben gehe die Digitalisierung aber "vergleichsweise schleichend voran". Wenn die Maschinenbauer die Schnittstellen zu den Kunden nicht nutzten, droht ihnen aus Sicht der IG Metall "langfristig das gleiche Schicksal wie den Handyanbietern".

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