ICE von München nach Dortmund: Tür öffnet sich während der Fahrt – das sagt die Bahn

Update, 11.06 Uhr: Nach dem Notstopp eines ICE wegen einer bei Tempo 200 geöffneten Tür hat die Deutsche Bahn (DB) ein Problem am Zug ausgeschlossen. Eine technische Störung am Zug habe nicht vorgelegen, teilte eine Sprecherin mit.
"Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden"
Zur Frage, ob jemand an Bord des Zuges die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die Bahn nicht Stellung. "Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt", hieß es: "Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden." Aussagen zu weiteren Details seien erst nach Abschuss der Ermittlungen möglich.
Der Lokführer hatte den ICE 528 von München nach Dortmund am Dienstagabend wegen der offenen Tür in der Nähe von Karlstadt (Kreis Main-Spessart) vor einem Tunnel gestoppt. Die Fahrgäste konnten später in Lohr am Main aussteigen.
ICE von München nach Dortmund: Hilfskräfte versorgen 238 Fahrgäste
Die Bundespolizei nahm sofortige Ermittlungen auf, unter anderem befragten die Beamten Fahrgäste und nahm deren Personalien auf. An Bord befanden sich demnach 238 Reisende. Die Bahnstrecke am Einsatzort wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben.

Erstmeldung, 2. September, 8.42 Uhr: Auf einer Fahrt durch Unterfranken mit rund 200 Kilometern pro Stunde hat sich bei einem ICE aus ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet. Der Lokführer habe den Schnellzug sofort gestoppt, teilte die Bundespolizei mit.
Es wird niemand verletzt
Der ICE kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen und wurde evakuiert. Es wurde niemand verletzt.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend auf der Fahrt von München nach Dortmund. An Bord des ICE 528 befanden sich 238 Reisende. Sie wurden aus dem Zug gebracht und von Hilfskräften versorgt.
Ist jemand aus dem Zug gefallen? Aufwendige Suche bei Dunkelheit
Weil laut Bundespolizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war, suchten Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den Streckenabschnitt vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab.
Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand. Der Zug wurde schließlich in den Bahnhof von Lohr am Main gebracht, um der Ursache für den Vorfall auf den Grund zu gehen.