Hygienemängel in Landshuter Schlachthof: Vorwürfe an niederländischen Großkonzern Vion

In einem Landshuter Betrieb des niederländischen Großkonzerns Vion sollen in Produktionsräumen Kakerlaken gehaus haben. Außerdem sollen Schweine qualvoll in der Brühanlage verendet sein.
| dpa
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In diesem Schlachthof in Landshut soll es hygienische Mängel und Fälle von Tierquälerei gegeben haben.
ho In diesem Schlachthof in Landshut soll es hygienische Mängel und Fälle von Tierquälerei gegeben haben.

Landshut - Was sich in den vergangenen Jahren in einem Landshuter Schlachthof“ (Donnerstag).

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Der Betrieb sei vor kurzem überprüft worden, sagt ein Sprecher

Hinweise auf kontaminierte Lebensmittel gab es nicht, teilte die Regierung als Aufsichtsbehörde mit. Eine Gesundheitsgefährdung für die Verbraucher habe nicht bestanden. Zudem stellten die Behörden Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz fest. Alle Mängel sind nach Angaben der Regierung Niederbayern inzwischen beseitigt worden. Die Lebensmittelsicherheit habe nie in Frage gestanden und sei von den Kontrollbehörden auch nie angezweifelt worden, teilte der Sprecher des Betreibers Vion, Karl-Heinz Steinkühler, auf Anfrage mit. "Der Betrieb in Landshut ist in den vergangenen acht Tagen zwei Mal von nationalen Kontrollorganen überprüft worden. Dabei ist dem Unternehmen die einwandfreie Produktion von Lebensmitteln attestiert worden."

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Der SPD-Verbrauchersprecher Florian von Brunn forderte am Donnerstag eine Veröffentlichungspflicht von gravierenden Verstößen in der Lebensmittelproduktion. „Schweine, die vor dem Schlachten nicht betäubt werden, Bauarbeiten mitten im Schlachtbetrieb, Schaben in Produktionsanlagen und nicht einmal Handwaschbecken für die Mitarbeiter: Diese Vorwürfe sind einfach grauenhaft.“

Die Landratsämter und kreisfreien Städte seien zu nah an den Betrieben dran, sagte die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rosi Steinberger. "Das gesamte Kontrollsystem in Bayern muss auf den Prüfstand gestellt werden."

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