Hospiz- und Palliativversorgung wird 2020 ausgebaut

München (dpa/lby) - Der Freistaat baut im neuen Jahr die Hospiz- und Palliativversorgung für sterbenskranke Menschen weiter aus. So soll unter anderem Anfang 2020 das stationäre Hospiz in Kempten mit dann zwölf Plätzen - also vier zusätzlichen - eröffnen.
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Ein Schild mit der Aufschrift "Hospiz" hängt am Eingang zum Hospiz. Foto: Felix Kästle/Archivbild
dpa Ein Schild mit der Aufschrift "Hospiz" hängt am Eingang zum Hospiz. Foto: Felix Kästle/Archivbild

München (dpa/lby) - Der Freistaat baut im neuen Jahr die Hospiz- und Palliativversorgung für sterbenskranke Menschen weiter aus. So soll unter anderem Anfang 2020 das stationäre Hospiz in Kempten mit dann zwölf Plätzen - also vier zusätzlichen - eröffnen. Ein neues Hospiz in Bernau (Landkreis Rosenheim) mit zehn Plätzen soll im Herbst die Versorgung aufnehmen, wie das Pflegeministerium am Montag in München mitteilte. Im zweiten Quartal soll der Bau eines neuen Kinder- und Jugendhospizzentrums mit 16 Plätzen in Bamberg beginnen.

An 20 Standorten in Bayern gibt es im Moment 215 stationäre Hospizplätze. "Langfristig ist in den kommenden Jahren eine Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze vorgesehen", sagte Ministerin Melanie Huml (CSU). 51 Kliniken haben eine Palliativstation mit insgesamt 480 Betten. Bayernweit sind 72 palliativmedizinische Dienste im Einsatz. Im Doppelhaushalt 2019/2020 stehen den Angaben nach für den Ausbau jährlich mehr als 2,1 Millionen Euro zur Verfügung - und damit insgesamt 1,2 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Im zu Ende gehenden Jahr entstanden in Bayern unter anderem 16 neue stationäre Hospizplätze. Darunter ist ein teilstationäres Tageshospiz in Nürnberg, das erste Angebot dieser Art in Bayern. "Der bedarfsgerechte Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen ist mir sehr wichtig", sagte Huml weiter.

Außerdem gibt es im Freistaat etwa 140 Hospizvereine. Rund 7000 Ehrenamtliche engagierten sich in der ambulanten Hospizversorgung. Sie begleiteten Betroffene und ihre Angehörigen insbesondere zu Hause, in Krankenhäusern oder in stationären Pflegeeinrichtungen.

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