Horst Seehofer in Berlin: Vielleicht gefällt’s ihm

AZ-Politik-Vize Clemens Hagen über die Vorstandssitzung der CSU am Donnerstag und die Zukunft von Horst Seehofer.
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Ein neuer CSU-Chef wäre bei Koalitionsgesprächen in einer deutlich schwächeren Verhandlungsposition als Seehofer - ein Kommentar von AZ-Politik-Vize Clemens Hagen.
Sven Hoppe/dpa/AZ Ein neuer CSU-Chef wäre bei Koalitionsgesprächen in einer deutlich schwächeren Verhandlungsposition als Seehofer - ein Kommentar von AZ-Politik-Vize Clemens Hagen.

Wird auch dieser Kapitän das sinkende – beziehungsweise in Schlagseite befindliche – Schiff als Letzter verlassen wollen? Vom Maritimen ins Politische übersetzt: Wird Horst Seehofer bei der Vorstandssitzung der CSU verkünden, dass er in seinen Ämtern zu verbleiben gedenkt? Vieles spricht dafür, dass er dies tun wird – sei es aus Pflichtgefühl gegenüber der Partei oder aus persönlicher Eitelkeit oder aus einer Mischung aus beidem.

Die CSU wäre klug beraten, in den derzeitigen bundespolitischen Wirren das Personal nicht überhastet zu wechseln. Ein neuer CSU-Chef – egal, wie er hieße – wäre in Koalitionsgesprächen – egal, mit wem – in einer schwächeren Verhandlungsposition als Seehofer dies als amtierender bayerischer Ministerpräsident ist. Wer weiß: Vielleicht gefällt es Seehofer in Berlin, und er bleibt da – als Bundesminister in der nächsten Regierung.

Lesen Sie auch: Das erwartet die Münchner CSU von Seehofer

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