Hochstapler gesteht vor Gericht Millionen-Betrug

München (dpa/lby) - Ein Hochstapler hat vor dem Landgericht München I einen Millionenbetrug gestanden. Der 55-Jährige gab zu, Freunde und Bekannte um insgesamt fast drei Millionen Euro gebracht zu haben.
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Die Gebäudefassade für das Amtsgericht, das Landgericht I und II in München. Foto: Matthias Balk/Archiv
dpa Die Gebäudefassade für das Amtsgericht, das Landgericht I und II in München. Foto: Matthias Balk/Archiv

München (dpa/lby) - Ein Hochstapler hat vor dem Landgericht München I einen Millionenbetrug gestanden. Der 55-Jährige gab zu, Freunde und Bekannte um insgesamt fast drei Millionen Euro gebracht zu haben. "Ich räume alle Tatvorwürfe vollumfänglich ein und bin in allen Anklagepunkten voll schuldig", sagte er. "Ich wollte, ich könnte die Zeit zurückdrehen."

Der Angeklagte hatte sich als erfolgreicher Börsen- und Devisenhändler ausgegeben und einen ausschweifenden Lebensstil mit teuren Autos, Reisen und Luxuswohnungen gepflegt.

Laut Anklage soll der Mann, der wegen Betrugs einschlägig vorbestraft ist und schon mehrere Jahre deswegen im Gefängnis saß, sich in Münchner Künstlerkreisen als stets Dirndl tragende Transgender-Frau ausgegeben und auch mit dieser Identität viel Geld ergaunert haben.

Er versprach laut Staatsanwaltschaft Renditen von 30 bis 500 Prozent. Freunde und Bekannte überließen ihm daraufhin Beträge zwischen 5000 und 490 000 Euro zur Anlage - und sahen das Geld nie wieder. Insgesamt waren es schließlich mehr als 2,8 Millionen Euro, rund 120 000 Euro davon wurden zurückgezahlt.

Vor Gericht räumte der 55-Jährige ein, das Geld zur Finanzierung seines Lebensstils und zum Bezahlen alter Schulden verwendet zu haben.

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