Hinweisschild zu Freitagsgebet wieder beschmiert

Nach erneuter Beschädigung eines einzigartigen Schilds für das Freitagsgebet hofft die Polizei auf Zeugen. Die Gemeinde berichtet von Drohungen, aber auch von Solidarität.
dpa |
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Das kürzlich aufgestellte Hinweisschild für das Freitagsgebet in Penzberg ist bereits zum zweiten Mal beschmiert worden. (Archivbild)
Das kürzlich aufgestellte Hinweisschild für das Freitagsgebet in Penzberg ist bereits zum zweiten Mal beschmiert worden. (Archivbild) © Lukas Barth-Tuttas/dpa
Penzberg

Bereits zum zweiten Mal ist ein neues Hinweisschild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde im oberbayerischen Penzberg beschmiert worden. Polizisten hatten am Freitagmorgen die Schmierereien gesehen, nun ermittelt die Kripo in dem Fall. Das Schild sei sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Die Ermittler hoffen auf Hinweise von möglichen Zeugen, um den oder die unbekannten Täter zu fassen.

Die Stadt Penzberg hatte entschieden, dass an den Ortseingängen, an denen bislang nur auf die Gottesdienste der katholischen und der evangelischen Gemeinde hingewiesen wurde, künftig ein drittes Schild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde angebracht wird. Nach Angaben des Penzberger Imams Benjamin Idriz ist dies bundesweit einmalig.

Kripo konnte in beiden Fällen noch keine Verdächtigen ermitteln

Die Kommune im Landkreis Weilheim-Schongau hatte kürzlich zunächst ein Schild montiert, drei weitere sollten Folgen. Schon nach wenigen Tagen war das Schild von einem oder mehreren Tätern mit schwarzer Farbe besprüht worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es in beiden Fällen bislang keine konkreten Verdächtigen.

Idriz hatte berichtet, dass die islamische Gemeinde als Reaktion auf das neue Schild zahlreiche Drohungen und Hassbotschaften erhalten habe. Mittlerweile berichtet die Gemeinde auf Facebook aber auch über Solidaritätsbekundungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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