Hinweis auf Bär im Bayern: Behörden warnen Wanderer und Bauern

Ein Kotfund im Oberallgäu könnte auf einen Bären hinweisen. Das Landesamt rät Wanderern und Landwirten zu besonderer Vorsicht. Was nun unternommen wird, um Gewissheit zu bekommen.
von  AZ/dpa
Ein Braunbär wurde bei Thiersee gesichtet. (Symbolbild)
Ein Braunbär wurde bei Thiersee gesichtet. (Symbolbild) © Kathrin Lauer/dpa

Ein Bär ist möglicherweise im südlichen Oberallgäu unterwegs. Das Bayerische Landesamt für Umwelt sei über den Fund von Exkrementen informiert worden, die möglicherweise von einem Bären stammten, teilte die Behörde mit. 

Die genetische Auswertung der Proben sei per Eilauftrag in die Wege geleitet worden. Zudem werde die Umgebung systematisch auf weitere Hinweise auf einen Bären überprüft.

Landesamt gibt Verhaltenstipps

Das Landesamt riet Landwirten, ihre Tiere nachts in den Stall zu bringen und Herdenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Anwohner, Wanderer und Ausflügler sollten Vorsicht walten lassen. Es sei etwa auf einem Wanderausflug wichtig, in der Natur keine Essensreste und keinen Müll zurückzulassen.

Letzter Nachweis in Bayern im Jahr 2023

Zuletzt war ein Bär in Bayern im Mai 2023 ebenfalls im Landkreis Oberallgäu nachgewiesen worden. Damals gab es ein Foto des Tieres. Kurz zuvor hatte es mehrere Nachweise eines Tieres im Landkreis Berchtesgadener Land gegeben, außerdem im Landkreis Traunstein sowie zuvor in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim.

Bär auch in Tirol gesichtet

Kürzlich hatten Bauern im österreichischen Bundesland Tirol unweit der bayerischen Grenze im Gemeindegebiet von Thiersee einen Bären gesichtet. Die Gemeinde Thiersee hatte am Montag auf ihrer Homepage darüber informiert und zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Hunde sollten im Freien an der Leine geführt werden. 

Bären wandern meist aus dem Trentino ein

Die Bären wandern meist aus dem Trentino in Italien ein. Dort läuft ein Wiederansiedlungsprojekt, mittlerweile leben dort mehr als 100 Tiere. Etwa seit 2014 kam es in der beliebten Urlaubsregion auch zu Angriffen auf Menschen. Trauriger Höhepunkt war die tödliche Attacke auf einen Jogger im Frühjahr 2023. An Wanderwegen im Trentino warnen heute Schilder vor den Tieren.

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