U-Haft wegen Verdacht auf versuchten Mord an Ehefrau

Ein Mann soll seine getrennt lebende Ehefrau in Oberfranken verletzt und entführt haben. Langsam wird klarer, was in Heiligenstadt geschehen ist. Doch eine entscheidende Frage ist noch offen.
dpa |
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Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Suche nach der Familie im Einsatz. (Symbolbild)
Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Suche nach der Familie im Einsatz. (Symbolbild) © Stefan Puchner/dpa
Heiligenstadt

Nach einer großen Polizeiaktion wegen eines Familienstreits in Oberfranken sitzt ein 49-Jähriger nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Ermittler prüfen zudem den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Der Mann soll am Montag trotz eines Kontaktverbots seine getrennt lebende Ehefrau in deren Zuhause in Heiligenstadt (Landkreis Bamberg) aufgesucht haben. "Dort soll er die Frau auf bislang nicht näher geklärte Weise verletzt haben", teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg mit.

Anschließend sei der Familienvater mit der Verletzten und einem gemeinsamen Kind davongefahren. "Zwei weitere gemeinsame Kinder blieben in der Wohnung zurück. Eines verständigte über den Notruf die Polizei", hieß es in der Mitteilung.

Wagen mit Frau und Kind nach Stunden auf Autobahn entdeckt

Es folgte ein großer Polizeieinsatz wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt, bei dem auch ein Hubschrauber sowie Spezialkräfte im Einsatz waren. Im Rahmen der Fahndung wurde auch eine Wohnung in Ebermannstadt durchsucht, in der sich zwar weitere Familienangehörige, nicht aber die Gesuchten befanden.

Letztlich entdeckten die Fahnder den Wagen Stunden später auf der Autobahn 73 und konnten den Fahrer auf der Bundesstraße 22 bei Bamberg anhalten. "Die verletzte Frau kam unverzüglich in ein Krankenhaus und wurde dort stationär aufgenommen", schilderten die Ermittler. 

Der 49-jährige türkische Staatsangehörige wurde nach seiner Festnahme einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die drei Kinder sind den Angaben zufolge körperlich unverletzt und kamen in die Obhut des Jugendamtes.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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