Hilflos ausgesetzt: Schleuser lassen Kinder an Tankstelle zurück!

Die Bundespolizei Rosenheim ermittelt gegen unbekannte Schleuser im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Drei Kinder standen hilflos an einer Tankstelle.
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Eine Kontrolle der Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze
Armin Weigel/dpa (Symbolbild) Eine Kontrolle der Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze

Rosenheim - Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen unbekannte Schleuser, die in der Nacht zum Donnerstag sieben Menschen von Italien nach Deutschland gebracht haben sollen. 

In Garmisch-Partenkirchen hatten Polizisten ein Auto mit deutschem Kennzeichen kontrolliert. Der 42-jährige Fahrer legte einen deutschen Ausweis vor. Die weiteren vier Insassen - ein Mann, eine Frau und zwei Kinder - hatten türkische Ausweise dabei. Zudem führten sie drei Kinderausweise mit sich. 

Der Fahrer sagte, er habe die Gruppe abholen wollen, berichtet die Bundespolizei Rosenheim, die in dem Fall ermittelt. Die drei Minderjährigen seien offenbar nicht zu dem vereinbarten Treffpunkt gebracht worden, so die Aussage des Fahrers.

Kinder an Tankstelle ausgesetzt

Eine Streife der Polizei Mittenwald entdeckte die Kinder schließlich an einer Tankstelle bei Klais im Landkreis Garmisch. Die drei Kinder - zwei, sieben und elf Jahre alt - seien einfach an der Tankstelle ausgesetzt und sich selbst überlassen worden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte sich die Gruppe für die Beförderung von der Türkei nach Deutschland den Schleusern anvertraut. Ihren Schilderungen zufolge waren sie mehrere Tage mit einem Lkw unterwegs. Beim letzten Reiseabschnitt seien sie getrennt in zwei Fahrzeugen transportiert worden. Sie hätten die Tour auf sich genommen, weil sie in ihrer Heimat wegen ihrer kurdischen Abstammung verfolgt werden würden.

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