Hilferufe in der Nacht: XY-Preis geht nach Augsburg

Sie kümmern sich um eine Verletzte und nehmen die Verfolgung eines mutmaßlichen Angreifers auf: Zwei junge Augsburger riskieren einiges, als sie Hilferufe hören. Wie ihr Eingreifen gewürdigt wird.
dpa |
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Michelle Kuhn und Marco Schwarzenberger retteten eine Frau.
Michelle Kuhn und Marco Schwarzenberger retteten eine Frau. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Berlin/Augsburg

Zwei junge Augsburger sind für die Rettung einer überfallenen Frau in Berlin mit einem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet worden. Sie erhielten den mit 10.000 Euro dotierten "XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen". Zwei weitere Auszeichnungen gingen an Preisträger aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Die damals 18-jährige Michelle Kuhn und ihr 20-jähriger WG-Mitbewohner Marco Schwarzenberger hatten im Sommer 2023 nachts vor ihrer Wohnung in Augsburg Hilferufe gehört. Eine 34 Jahre alte Frau war überfallen und von einem Mann in sexueller Absicht attackiert worden.

Als die beiden Helfer kamen, flüchtete der Täter. Kuhn kümmerte sich um die Verletzte, Schwarzenberger nahm mit einem anderen Passanten die Verfolgung des Angreifers auf. Die Polizei konnte den Täter letztlich festnehmen.

Auch Bayern hat die beiden Helfer schon geehrt

Wegen ihres Eingreifens wurden Kuhn und Schwarzenberger im vergangenen Jahr von der bayerischen Staatsregierung bereits aufgrund ihrer Verdienste um die Innere Sicherheit mit der "Courage-Medaille" des Freistaats ausgezeichnet. Laut dem Innenministerium in München wurde der Täter mittlerweile zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt.

Das ZDF und das Produktionsunternehmen der Fahndungsendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" wollen mit dem Preis couragiertes Handeln öffentlich machen, belohnen und fördern. Seit 2002 wird die Auszeichnung vergeben. Jedes Jahr werden drei Personen oder Gruppen, die bei Straftaten eingegriffen haben, geehrt. Die weiteren Gewinner in diesem Jahr kommen aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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