Hier gibt es in Bayern Freibier zum Josefitag

Alle Namenspaten des Heiligen Josefs können sich freuen: Für sie gibt es an der Andechser Wallfahrtskirche eine kostenlose Maß.
Heinrich Ueberall |
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Der Josefitag bietet die letzte Chance auf das Andechser Winterbier: Für Namensträger gibt es an diesem Tag sogar eine Maß kostenlos.
Der Josefitag bietet die letzte Chance auf das Andechser Winterbier: Für Namensträger gibt es an diesem Tag sogar eine Maß kostenlos. © privat

Ein Stück Tradition: Das ist der Josefitag in Bayern. Bis zum Jahr 1968 war er noch gesetzlicher Feiertag im Freistaat. Am 19. März bekamen Mädchen Blumensträuße, die bei der Suche nach dem richtigen Ehemann helfen sollten. Frisch verheiratete Ehepaare trugen an diesem Tag sogenannte Josefsringe, um die eheliche Treue zu schützen.

Wie so oft gehört zu dieser bayerischen Tradition auch: Bier. Das Kloster Andechs führt diese fort und gibt allen Josefs, Sepps und Josefinen an der Andechser Wallfahrtskirche eine Maß Freibier aus. Ausgeschenkt wird die vom Leiter des eigenen Bräustüberls, der passenderweise Josef Eckl heißt.

Josefitag in Andechs mit "Mess und Maß"

Noch ohne Bier findet in der Wallfahrtskirche um zehn Uhr die Messe zu Ehren des Heiligen Josefs statt. Ab elf bis 20 Uhr haben dann alle Namensträger und –trägerinnen die Chance auf eine kostenlose Maß. Andersheißende müssen ihr Bier zwar selbst bezahlen, können aber genauso mitfeiern. Von zwölf bis 15 Uhr spielen die Achtaler Musikanten und sorgen für das "Andechsergefühl", wie Martin Glaab vom Kloster Andechs der AZ sagt.

Um an das Freibier zu kommen, müssen die Namensträger nur ihren Personalausweis vorzeigen. Dabei ist es egal, welche von den vielen Varianten des Namens im Ausweis steht. Weltweit gibt es davon über hundert verschiedene. Giuseppe im Italienischen, José im Spanischen und Yusuf im Arabischen sind nur einige Beispiele. Ursprünglich stammt der Name Josef aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie "Gott hat hinzugefügt".

Stempel gegen gierige Josefs und Josefinen

In Bayern ist der Name deutlich beliebter als im Rest von Deutschland, ist aber auch im Freistaat stark rückläufig.
Mehr Zulauf hat er hingegen noch immer als Zweitname. Auch als solcher ermöglicht er seinem Träger laut Martin Glaab am Josefitag im Andechser Bräustüberl ein Freibier.

Aber was ist, wenn Sepp, Josepha und Co. über die Stränge schlagen und aus der einen kostenlosen Maß plötzlich ganz viele werden? Für diesen Fall ist vorgesorgt. "Mit der Maß bekommt jeder einen Stempel, so wie man es aus Clubs kennt", erklärt Glaab der AZ. Wer dann einen solchen Stempel trägt, muss für mögliche folgende Biere selbst zahlen.

Letzte Chance auf klostereigenes Winterbier

Ausgeschenkt wird am Josefitag das Andechser Winterbier. Es wird in der eigenen Klosterbrauerei gebraut und ist nur im Bräustüberl zu bekommen, vom Martinstag im November bis zum Josefitag. Es ist also erstmal die letzte Gelegenheit, das ungespundete (mit wenig Kohlenäure versetzte), dunkle Bier zu trinken. 

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