Hausham: Wollte dieser Koch seine Freundin töten?

Versuchter Totschlag: Prozess um einen blutigen Streit in einer Wohnung in Hausham.
| John Schneider
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Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt.
Daniel von Loeper Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt.

Hausham - Die Ermittler sind davon überzeugt, dass Beate F. (24, Namen geändert) nur dank des Eingreifens einer Nachbarin noch am Leben ist. Ihr Freund Peter M. (29) soll die junge Frau im Streit massiv geschlagen, getreten und gewürgt haben. Mit der Absicht, sie zu töten.

Prozess nach blutigem Wohnungsstreit in Hausham

Die Anklage spricht von versuchtem Totschlag. Die Frau, Mutter einer fünfjährigen Tochter, hatte sich laut Anklage von dem Koch getrennt. Weil er bereits vor dem Haushamer Vorfall am 21. Juli 2019 wiederholt unter Alkoholeinfluss aggressiv wurde. Doch Peter M. habe ihr die Wohnungsschlüssel nicht geben wollen und konnte deswegen an diesem Abend um 23.30 Uhr in die Wohnung der Schlafenden. Dann kam es zu dem blutigen Streit.

Das Opfer rief um Hilfe, worauf eine Nachbarin gegen die Tür trommelte und so Schlimmeres verhinderte. Peter M. hat eine ganz andere Version der Geschehnisse: Er habe sich wegen der ständigen Streitereien trennen wollen, nicht sie. Seine Freundin habe auch nicht geschlafen, als er nach einer Betriebsfeier zu ihr kam. Sie habe ihn gedrängt, mit ihr nochmal "etwas zu rauchen" zu besorgen. Ansonsten könne sie nicht einschlafen. Er sei aber zu betrunken gewesen und hätte abgelehnt. Deshalb der Streit.

Zwei Schläge mit der flachen Hand, gibt der Koch zu. Mehr nicht. "Ich habe sie nicht mit der Faust geschlagen, getreten oder gewürgt", sagt er. Der Prozess wird fortgesetzt.

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