Handel: Valentinstag schlägt Fasching um Längen

Wie viel die Bayern dieses Jahr für Blumen und Pralinen, rote Nasen und Kostüme ausgeben. Und warum Schokoherzen seltener verschenkt werden könnten.
dpa |
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Der Valentinstag sorgt im bayerischen Handel für sehr viel mehr Umsatz als Fasching beziehungsweise Fastnacht. (Archivbild)
Der Valentinstag sorgt im bayerischen Handel für sehr viel mehr Umsatz als Fasching beziehungsweise Fastnacht. (Archivbild) © Pia Bayer/dpa
München

Der bayerische Einzelhandel erwartet durch Valentinstag und Fasching - beziehungsweise Fastnacht - rund eine Viertelmilliarde Euro an Umsatz. Der Großteil entfällt dabei auf den Valentinstag, wie Bernd Ohlmann, Geschäftsführer beim Handelsverband Bayern sagt. Konkret erwartet er im Zusammenhang mit dem Tag der Verliebten gut 200 Millionen Euro Umsatz. Das wäre allerdings etwas weniger als vor einem Jahr, als der Umsatz auf rund 210 Millionen geschätzt wurde.

"Blumen bleiben immer das perfekte Valentinstagsgeschenk", sagt Ohlmann. Insbesondere rote Rosen sind als Klassiker beliebt. Für die Floristen sei der Tag hinter Muttertag und Ostern ein wichtiger Umsatzbringer. Ebenfalls häufig greifen die Kunden zu Süßigkeiten, Parfums, Kosmetikartikeln aber auch Geschenkgutscheinen. 

Bei den Süßwaren merke man aber - wie schon im Weihnachtsgeschäft - dass die Kunden angesichts der teurer gewordenen Schokolade teilweise auf andere Produkte ausweichen, erklärt Ohlmann. Pralinen und Schokoherzen könnte es dieses Jahr also etwas seltener geben. Zuletzt seien die Kakaopreise zwar wieder gesunken, bis das an der Kasse ankomme, dauere aber einige Zeit.

Männer dürfen häufiger auf Geschenke hoffen

Zudem sei zu beobachten, dass inzwischen auch häufiger Frauen Männer beschenkten, sagt Ohlmann - beispielsweise mit personalisierten Bierkrügen oder Rasierpinseln. 

Im Vergleich zum Valentinstag bleibt der Fasching in Bayern dagegen zurück. Hier erwartet Ohlmann rund 50 Millionen Euro Umsatz - das entspricht zwar dem Vorjahresniveau, ist aber weit von den Werten in den deutschen Karnevalshochburgen am Rhein entfernt. Im Freistaat kann der Fasching damit nicht einmal mit Halloween mithalten, das für höhere Umsätze sorgt.

Dieses Jahr fallen Valentinstag und Faschingssamstag zusammen. Ob das bremsend auf die Geschäfte wirkt, ist umstritten.

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