Hack sucht die eierlegende Wollmilchsau

Fürths Boss fahndet nach Möhlmanns Nachfolger– und schickt die Profis doch ins Trainingslager
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„Es schreien ja nicht alle gleich Hurra, wenn wir anrufen“: Kleeblatt-Boss Helmut Hack auf Trainer-Suche.
Wolfgang Zink „Es schreien ja nicht alle gleich Hurra, wenn wir anrufen“: Kleeblatt-Boss Helmut Hack auf Trainer-Suche.

Fürths Boss fahndet nach Möhlmanns Nachfolger– und schickt die Profis doch ins Trainingslager

FÜRTH Dass Rudi Bommer gerne nach Fürth möchte, ist schön für ihn. Aber für Helmut Hack noch lange nicht zielführend. Denn für den Kleeblatt-Boss ist der Ex-Coach des MSV Duisburg eben nur einer von fünf potenziellen Kandidaten, die für die Nachfolge von Benno Möhlmann in Frage kommen. „Ja, ich habe mit Bommer gesprochen“, gibt Hack offen zu. Er betont aber auch: „Ich habe seit Montag noch drei andere Gespräche geführt.“

Hack: "Das ist keine Entwicklungsaufgabe"

Weitere werden folgen. Denn noch ist, wie Hack versichert, der Richtige nicht gefunden: „Es schreien ja nicht alle gleich ,Hurra’, wenn wir anrufen.“ Was die Sache für die Fürther Macher zusätzlich kompliziert macht, ist die Tatsache, dass der neue Zampano die berühmte „eierlegende Wollmilchsau“ sein muss.

Also einer, der alles kann: Abstiegskampf plus die Fortführung der Kleeblatt-Philosophie mit offensivem Spiel und der Weiterentwicklung von jungen Talenten. Hack weiß: „Das ist eine besondere Situation. Wir stehen vor einer ganz schweren Rückrunde. Das ist für den neuen Trainer keine Entwicklungsaufgabe.“

Egal, wer es am Ende wird – Bommer oder doch einer der zwei jungen Kollegen aus der Dritten Liga, die auch in der Verlosung sind oder Mister X: „Der neue Trainer muss besonders tüchtig sein“, fordert Hack. Denn den Möhlmann-Ersatz erwartet eine Herkules-Aufgabe. Er muss in Zusammenarbeit mit Manager Rachid Azzouzi durch Verstärkungen in der Winterpause die Mannschaft umstrukturieren. Seine erste Maßnahme dürfte sein, das vorhandene Spielermaterial wieder auf Vordermann zu bringen.

"Welcher Trainer steht für Disziplin"

„Die Körpersprache muss sich ändern“, findet Hack – und ganz wichtig: „Es muss eine ganz andere Hierarchie in die Mannschaft rein.“ Was bedeutet, dass der Boss mit der jetzigen Ordnung unter Kapitän Marino Biliskov nicht zufrieden war. Ein zentraler Punkt des Anforderungsprofils an den neuen Übungsleiter ist auch: „Wir müssen uns fragen, welcher Trainer für Disziplin steht“, so Hack.

Bis zum 2. Januar sollte die Trainerfindungs-Kommission darauf eine Antwort gefunden haben. Wenn auch Co-Trainer Mirko Reichel laut seinem Boss beim Trainingsstart am 28. Dezember die Einheiten noch alleine leiten könnte, sollte der neue Coach doch vier Tage später unbedingt an Bord sein. Dann geht’s, wie Hack kurzfristig beschloss, parallel zum Club von 2. bis 9. Januar ins Trainingslager nach Belek in die Türkei. Damit das Team den neuen Alleskönner dort mal so richtig kennenlernt... Krischan Kaufmann

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