Habeck wirbt für Verständnis für Bauern und fordert Toleranz

Landshut (dpa/lby) - Grünen-Chef Robert Habeck hat zu mehr Verständnis für die Bauern aufgerufen und bei den Landwirten im Gegenzug für mehr Toleranz für Arten- und Klimaschutz geworben. "Wir müssen aufhören mit dem persönlichen Diskreditieren", sagte er im niederbayerischen Landshut vor seinem Auftritt beim politischen Aschermittwoch.
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Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Tobias Hase/dpa
dpa Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Tobias Hase/dpa

Landshut (dpa/lby) - Grünen-Chef Robert Habeck hat zu mehr Verständnis für die Bauern aufgerufen und bei den Landwirten im Gegenzug für mehr Toleranz für Arten- und Klimaschutz geworben. "Wir müssen aufhören mit dem persönlichen Diskreditieren", sagte er im niederbayerischen Landshut vor seinem Auftritt beim politischen Aschermittwoch.

Rund ein Dutzend Landwirte von "Land schafft Verbindung" hatten vor der Halle protestiert. Sie klagten über schlechte Arbeitsbedingungen wegen Umwelt-, Klima- und Artenschutzauflagen und dem von der Politik verursachten Imageschaden. Den Grünen warfen sie eine ideologische Politik vor, die Ängste schüre.

Habeck wies die Kritik als falsch zurück und betonte, die Grünen hätten vollstes Verständnis für den Unmut der Bauern. Jedoch seien dafür nicht die Grünen verantwortlich, sondern das "strukturelle Problem" in Deutschland. Die Bauern müssten gute Lebensmittel so billig für den Markt verfügbar machen, dass es zum Höfesterben komme.

Daher müsse es ein Umdenken geben, sagte Habeck. "Wir müssen die Bauern bezahlen, damit sie unsere Umwelt schützen und nicht gezwungen sind, ihre Landwirtschaft weiter zu intensiveren."

Statt einer Landwirtschaft mit Leistungs- und Preisdruck, brauche es ein System, bei dem Umwelt- und Tierschutzauflagen als integrale Bestandteile den Bauern helfen würden, sagte Habeck. Die Grünen wären bereit zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Bezogen auf Bayern betonte er aber auch: "Das ist hier eine absurde Situation, denn ich habe keine Lust die Politik der CSU zu rechtfertigen."

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