Gute Joblage in Bayern: Auszubildende und Mitarbeiter gesucht

Unternehmen in Bayern suchen derzeit so viele neue Mitarbeiter wie selten zuvor. Vor allem Dienstleister, der Groß- und Einzelhandel suchen. Auch gibt es mehr freie Stellen für Auszubildende, als Bewerber. Es gibt einen Anstieg der Lehrverträge in der Metall- und Elektroindustrie.
| dpa/lby
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München - Nach deutlichen Zuwächsen in den Vormonaten habe die Nachfrage nach Arbeitskräften im Oktober noch einmal leicht zugelegt, berichtete die bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Der von ihr monatlich ermittelte regionale Stellenindex BA-X lag im zu Ende gehenden Monat bei 199 Punkten - und damit einen Punkt höher als im September.

"Mit 199 Punkten erreicht der BA-X-Bayern einen erneuten Höchststand. Somit setzt sich der Rekordkurs der Arbeitskräftenachfrage in Bayern weiter fort", erläuterte Regionaldirektions-Chef Markus Schmitz. Die Unternehmen reagierten damit anscheinend auf den im Freistaat erwarteten weiteren wirtschaftlichen Aufwärtstrend. Der größte Teil der gemeldeten Stellen stamme von Zeitarbeitsunternehmen. Viele offene Stellen gebe es auch im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Industrie.

 

Suchen besonders: Dienstleister, Groß- und Einzelhandel

 

Diese Einschätzung teilt das ifo-Institut in seiner auf ganz Deutschland bezogenen Beschäftigungsprognose allerdings nur in Teilen. Die Münchner Wirtschaftsforscher sehen im Unterschied zur Bundesagentur zumindest in der Industrie derzeit nur eine "schwach ausgeprägte Beschäftigungsdynamik", wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten ifo-Beschäftigungsbarometer hervorgeht. Ansonsten verzeichnet auch das ifo-Institut eine hohe Kräftenachfrage.

Das Beschäftigungsbarometer, das auf den Personalplanungen von 9500 befragten Unternehmen beruht, stieg im Oktober auf den höchsten Wert seit Januar 2012. "Insbesondere die Dienstleister wollen mehr einstellen." Das Barometer stieg in diesem Sektor auf den höchsten Stand seit April 2011. Auch die Groß- und Einzelhändler suchten verstärkt Mitarbeiter. Trotz des bevorstehenden Winters stieg das Beschäftigungsbarometer auch im Baugewerbe. Die Arbeitsmarktzahlen in Deutschland würden sich damit weiter positiv entwickeln, so die Prognose des ifo-Instituts.

 

Azubis: 80 000 Bewerber auf 95 000 freie Stellen

 

Die bayerische Wirtschaft bildet nach Angaben ihres Verbandes vbw derzeit 242 000 Azubis aus. Im neuen Ausbildungsjahr seien auf fast 80 000 Bewerber 95 000 gemeldete Berufsausbildungsstellen gekommen. Für jeden ausbildungssuchenden Jugendlichen stünden damit rein rechnerisch 1,2 Lehrstellen zur Verfügung, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Mittwoch.

 

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Im Ausbildungsjahr 2015 seien in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 14 450 Lehrverträge neu abgeschlossen worden - knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2016 erwarteten die Branchenverbände einen weiteren Anstieg. Die Betriebe übernähmen 96 Prozent der Auszubildenden später in eine feste Beschäftigung, hieß es.

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