Große Mehrheit für Pflicht bei Vorschuljahr und Sprachtests

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält den Ausbau frühkindlicher Bildung für wichtig. Dafür soll auch mehr Geld ausgegeben werden, finden die Deutschen.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Die meisten Deutschen sind dafür, bei frühkindlicher Bildung mehr Pflichten einzuführen (Archivbild).
Die meisten Deutschen sind dafür, bei frühkindlicher Bildung mehr Pflichten einzuführen (Archivbild). © Sebastian Gollnow/dpa
München

Die meisten Deutschen wünschen sich einen Ausbau der Bildung für Kinder vor dem eigentlichen Schulbeginn. Dem neuen Bildungsbarometer des Münchner ifo-Instituts zufolge spricht sich eine deutliche Mehrheit für mehr verpflichtende Maßnahmen aus - darunter 72 Prozent für ein verpflichtendes Vorschuljahr und sogar 89 Prozent für verpflichtende Sprachtestes im Alter von viereinhalb Jahren. 

Wichtige Grundlage 

"Frühkindliche Bildung legt wichtige Grundlagen für die kognitive, sprachliche, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern", sagte der Leiter des ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann. "Deshalb ist es wichtig, dass alle Kinder eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung erfahren."

Entgegen des vorherrschenden Bildes sind die Eltern mit den Kitas ihrer Kinder mehrheitlich zufrieden. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Eltern gaben der Kita ihres Kindes die Note 1 oder 2. Interessanterweise falle die Bewertung der jeweils eigenen Kita viel besser aus als die Bewertung aller Kitas bundesweit. 

Mehrheit findet problemlos Kita-Platz

Ein Viertel der Eltern gab an, bei der Suche nach einer Kita größere Schwierigkeiten gehabt zu haben, eine Mehrheit von 56 Prozent hatte dagegen kaum Probleme. Der Mangel an Kita-Plätzen sowie ein schlechter Betreuungsschlüssel werden von den Befragten dennoch als dringendste Probleme angesehen.

Um mehr Kita-Fachkräfte zu gewinnen, befürworten die Befragten mehrheitlich unter anderem eine höhere Bezahlung des Kita-Personals. "Etwa drei Viertel der Befragten sind zudem für steigende Ausgaben für Kitas", sagte ifo-Forscherin Vera Freundl. Was den Einsatz digitaler Meiden bereits im Kindergartenalter angeht, sind Gesamtbevölkerung und Eltern gespalten. 

Für das ifo-Bildungsbarometer 2026 wurden im Mai und Juni 3.033 Personen (18-69 Jahre) sowie 965 Eltern mit Kindern im Alter von bis zu sechs Jahren in Deutschland repräsentativ befragt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.