Griff in Asservatenkammer: Polizeibedienstete räumt Tat ein

Insgesamt soll die Frau sechsmal zugegriffen und fast 200.000 Euro an sich gebracht haben.
dpa |
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Eine ehemalige Polizeiangestellte soll sich aus der Asservatenkammer bedient haben. (Symbolbild)
Eine ehemalige Polizeiangestellte soll sich aus der Asservatenkammer bedient haben. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Eine ehemalige Polizeiangestellte hat am Landgericht Nürnberg-Fürth eingeräumt, sich regelmäßig aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums Mittelfranken bedient zu haben. Insgesamt hatte die Frau laut Anklage der Staatsanwaltschaft fast 200.000 Euro an sich genommen. Die aufbewahrten Banknoten stammten aus aufgeflogenen Betäubungsmittelgeschäften, Menschenhandel und Geldwäsche. 

Sie selbst habe laut einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung gar nicht mehr genau gewusst, wie viel Geld sie eigentlich aus dem Safe genommen hatte. Die Diebstähle waren aufgeflogen, als die Asservaten an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden sollten und nicht mehr auffindbar waren. 

Seit September in U-Haft

Die Frau sitzt seit September in Untersuchungshaft und muss sich wegen Diebstahls und Geldwäsche verantworten. Ihr damaliger Lebensgefährte ist ebenfalls angeklagt. Er soll einen Großteil des Geldes für sie aufbewahrt haben und sitzt wegen Geldwäsche auf der Anklagebank. 

Die Angestellte hatte sich der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zufolge einen Schlüssel für den Safe besorgt. Als ihre Kollegen Feierabend hatten, soll sie zugegriffen haben.

Sechsmal zugegriffen

Die Frau habe insgesamt sechsmal in der Asservatenkammer Geld gestohlen, listet die Anklage auf. Das Bargeld gab sie der Anklage zufolge an ihren Ex-Freund weiter, um zu verhindern, dass es bei ihr gefunden werden konnte. Die Polizeiangestellte hatte jedoch jederzeit Zugriff. Inzwischen ist das Geld zu großen Teilen wieder zurückbezahlt. 

Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Dann wird auch ein Urteil erwartet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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