Gribl geht als OB, bleibt aber noch Städtetagschef

Augsburg (dpa/lby) - Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl gibt seine Amtskette ab, wird aber noch für einige Zeit Chef des Bayerischen Städtetages bleiben. Denn obwohl der CSU-Politiker am Donnerstag seinen letzten Arbeitstag im Rathaus von Augsburg hat, bleibt er bis zur Neuwahl eines Städtetagsvorsitzenden an der Spitze des Kommunalverbandes.
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Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild
dpa Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) bei einer Pressekonferenz. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Augsburg (dpa/lby) - Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl gibt seine Amtskette ab, wird aber noch für einige Zeit Chef des Bayerischen Städtetages bleiben. Denn obwohl der CSU-Politiker am Donnerstag seinen letzten Arbeitstag im Rathaus von Augsburg hat, bleibt er bis zur Neuwahl eines Städtetagsvorsitzenden an der Spitze des Kommunalverbandes. Es sei geplant, bei der Jahrestagung am 15. Juli in Regensburg einen neuen Vorstand zu wählen, erklärte Städtetagssprecher Achim Sing. Bis dahin bleibe Gribl im Amt. Wer Nachfolger wird, ist derzeit noch unklar.

Der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) sagte Gribl, er wolle der Politik mit Ende seiner Amtszeit den Rücken kehren. Der 55-Jährige Baujurist kündigte an, sich als Berater in der Immobilienbranche selbstständig zu machen. "Schwerpunkte sind der Bau- und Immobilienbereich mit Blick auf die Entwicklung und Realisierung von Bauprojekten sowie der private oder unternehmerische Grundstücksverkehr." Er werde Projekte in ganz Deutschland und international betreuen.

Auf den traditionellen Festakt im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses muss das scheidende Oberhaupt wegen der Coronavirus-Krise verzichten. Stattdessen will sich Gribl am Donnerstag via Internetstream von den Bürgern verabschieden. "Anders geht es nicht, diesen letzten Akt in Zeiten von Corona zu gestalten", sagte der 55-Jährige der Zeitung.

Gribl ist seit 2017 Vorsitzender des Bayerischen Städtetages. Auch sein zweiter Stellvertreter, Josef Pellkofer (Freie Wähler), gibt sein Amt als Bürgermeister im niederbayerischen Dingolfing ab. Aus dem Führungstrio beim Städtetag behält einzig der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung seinen Job im Rathaus, er ist erster stellvertretender Vorsitzender.

Der SPD-Politiker wird allerdings nicht in zweieinhalb Monaten als Städtetagschef kandidieren. Jung verweist auf Absprachen zwischen den Parteien. "Es steht für weitere drei Jahre dieses Amt der CSU zu", sagt Jung. Auch er wisse noch nicht, wer im Juli dann antreten werde. Von Seiten der Christsozialen war zunächst auch kein Kandidatenname zu erfahren.

Städtetagssprecher Sing erklärt, dass derzeit trotz der Unsicherheit durch die Corona-Krise noch davon ausgegangen werde, dass die Versammlung Mitte Juli in Regensburg stattfinden kann. "Es ist geplant, dass man das kleiner und kürzer macht."

Der scheidende Vorsitzende Gribl war bei der Kommunalwahl im März nach zwei Amtszeiten als Rathauschef in Augsburg nicht mehr angetreten. Zur neuen Augsburger Oberbürgermeisterin wurde Eva Weber (ebenfalls CSU) gewählt. Der Amtswechsel wird am Donnerstagnachmittag vollzogen und ab 15.00 Uhr auf dem städtischen Facebook-Kanal und auf der Internetseite www.augsburg.de live übertragen, da ein Festakt wegen der Corona-Krise nicht stattfindet.

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