Greuther Fürths Trainer schäumt: "Ich bin sehr wütend"

Die Fans von Greuther Fürth pfeifen ihre Mannschaft aus. Die Franken sind auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Dem Trainer platzt der Kragen.
von  dpa
Die Stimmung bei Greuther Fürth ist im Keller.
Die Stimmung bei Greuther Fürth ist im Keller. © Sebastian Kahnert/dpa

Heiko Vogel war nach dem Absturz seiner SpVgg Greuther Fürth ans Tabellenende geladen. "Ich bin sehr wütend. Ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich die Wortwahl richtig treffe", sagte der aufgewühlte Trainer der Franken nach dem 0:2 (0:1) am Samstag im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga bei Dynamo Dresden.

Die 1.000 zum Rückrundenstart mitgereisten Fürther Fans taten Vogel leid. "Dann geht man mit null Punkten heim und hat nicht das Gefühl, dass man alles so investiert und bereitgestellt hat, wie es der Abstiegskampf verlangt. Deshalb habe ich große Wut", räumte Vogel ein. Das werde auch "klar aufgearbeitet" werden mit seiner Mannschaft, die sich schließlich auch Pfiffe der mitgereisten Fans gefallen lassen musste.

Vogel will "vieles ändern"

Der Nachfolger von Thomas Kleine wartet auch nach vier Spielen noch auf seinen ersten Sieg mit den Fürthern. In der Verfassung von Dresden ist ein Dreier absehbar aber ohnehin kein Thema. Deshalb zieht Vogel Konsequenzen.

"Wir werden die Zügel anziehen, auch wenn es eine Floskel ist. Es wird ein anderer Wind wehen", kündigte er nach der elften Niederlage an. "Wir werden die kommenden Trainingswochen anders gestalten. Es ist auch notwendig. Wenn ich auf die Tabelle schaue, müssen wir vieles ändern."

Durchhalteparolen in Fürth

Neu ist schon mal, dass die Fürther von den Dresdnern Tabellenplatz 18 übernommen haben. Die Franken sind nun das schlechteste Team der 2. Bundesliga. Das muss man erstmal sacken lassen.

"Es fühlt sich nicht gut an", sagte Kapitän Branimir Hrgota nach dem schwachen Auftritt. "Du musst weitermachen. Du darfst nicht aufgeben." Die Zeit der Durchhalteparolen ist bei den Fürthern, denen vier Zähler auf Relegationsplatz 16 fehlen, unüberhörbar angebrochen.

Winterneuzugang Thomas Keller brachte Dynamo nach 35 Minuten mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung. Jakob Lemmer erhöhte vor 30.811 Zuschauern mit einem strammen Distanzschuss kurz nach Wiederbeginn (49.) und nahm damit den Fürther Angriffsbemühungen schnell den Wind aus den Segeln.

Kann der Totalschaden abgewendet werden?

Vogel gefiel es ganz und gar nicht, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht das getan habe, "was man bewegen muss, um einen 0:2-Rückstand auszugleichen. Das war in den ersten beiden Spielen anders und wenn ich das Spiel gegen Düsseldorf dazunehme, war das auch anders. Und das dulde ich nicht", schimpfte Vogel.

Seine Spieler können sich nun auf einiges gefasst machen. Das ist unzweifelhaft auch nötig. Denn in den nächsten Spielen gegen Braunschweig, Kiel und Magdeburg müssen die Fürther zeigen, ob sie das Zeug haben, den Totalschaden noch abzuwenden.

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