Greuther Fürth fehlen "letzte Präzision und letzter Pass"

Latte und Pfosten stehen der SpVgg Greuther Fürth gegen eine Topmannschaft der 2. Bundesliga im Weg. Die Franken sind weiter in Abstiegsnot.
dpa |
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Noel Futkeu (M) vergab für die Fürther eine dicke Chance.
Noel Futkeu (M) vergab für die Fürther eine dicke Chance. © Daniel Löb/dpa
Fürth

Die Leistung gegen den Aufstiegskandidaten SC Paderborn durfte der SpVgg Greuther Fürth für die entscheidenden Wochen im Kampf um den Klassenerhalt Mut machen. Nur das Ergebnis tat es nicht.

"Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir zu so vielen Gelegenheiten kommen, hätte ich das nicht geglaubt", sagte Trainer Heiko Vogel nach dem 0:2 (0:0) im Heimspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag. "Kompliment für die Leistung meiner Mannschaft, aber nicht für das Ergebnis. Wir hätten lieber die drei Punkte mitgenommen."

Fürth zu schlampig

Die Gastgeber aus Franken agierten vor 12.085 Zuschauern im Ronhof zwar spielerisch auf Augenhöhe mit dem Aufstiegsaspiranten. Aber der Unterschied lag in der Effektivität im Abschluss. Die Fürther trafen lediglich Latte und Pfosten. Bei den Ostwestfalen waren dagegen Stefano Marino (51. Minute) und der eingewechselte Filip Bilbija (86.) erfolgreich.

"Wir sind gut in die Partie gekommen, konnten zunächst nach Belieben schalten und walten, waren aber dann zu unpräzise – das verfolgt uns schon seit drei Spielen, wenn wir den Salzburg-Test mit reinrechnen. Wir haben dann ein bisschen die Aktivität verloren, müssen aber mit der Chance von Noel trotzdem in Führung gehen", sagte Vogel nach dem Abpfiff.

Dehm an die Latte

Mit Noel meinte der Fürther Coach natürlich Noel Futkeu. In der unterhaltsamen Partie hatte der Stürmer erstmal die größte Möglichkeit. Aber der Fürther schob den Ball nach starker Vorarbeit von Sayfallah Ltaief grätschend knapp am Tor vorbei (45.). "Wir hatten sehr viele Chancen und gute Aktionen, aber uns haben die letzte Präzision und der letzte Pass gefehlt. Ich habe das Gefühl, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben", befand Futkeu.

Nach Wiederbeginn konnte Paderborns Torwart Dennis Seimen einen Distanzschuss von Jannik Dehm mit den Fingerspitzen an die Latte lenken (46.). Dann schlugen die Gäste eiskalt zu. Einen Steilpass von Laurin Curda verwertete Marino mit einem platzierten Schuss. Es war ein perfekter Angriff.

Die Fürther stemmten sich gegen die Heimniederlage. Der eingewechselte Lukas Reich zog aus zentraler Position flach ab - und traf den Pfosten. Paderborn legte dann entscheidend durch Bilbijas zehntes Saisontor nach. 

"...danach wird abgerechnet"

"Es sind Kleinigkeiten, die dazu führen, dass wir das Spiel verlieren. Leider haben wir es nicht geschafft, das Momentum, das wir kurz hatten, zu nutzen, um ein Tor zu erzielen", meinte Kapitän Branimir Hrgota. "Wir müssen jetzt weitermachen. Dann werden wir unsere Tore auch wieder machen."

Die unterlegenen Fürther schweben in der 2. Liga als Vorletzter weiter in höchster Abstiegsgefahr. Vom ersten Nichtabstiegsplatz trennt sie aber nur die Tordifferenz. "Wir wissen, in welcher Situation wir sind, das geht bis zum Schluss so", sagte Vogel. "Danach wird abgerechnet."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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