Grantiger Post der Zugspitze über Besucher, die Müll liegen lassen

Die Zugspitze ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Oberbayern. Aber dort bleibt auch viel Müll liegen, wie die Verantwortlichen nun offen kritisieren. Was sie offenbar besonders ärgert: Wenn Zeit fürs Aufstiegs-Video bleibt, aber nicht für den eigenen Abfall.
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Die Aussichtsterrasse auf dem Zugspitzgipfel (2962 Meter).
Die Aussichtsterrasse auf dem Zugspitzgipfel (2962 Meter). © imago/imageBROKER/Guenter Graefenhain

Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Berg und zieht viele Besucher an. Doch die Verantwortlichen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind darüber nicht nur erfreut.

Auf denSocial-Media-Accounts der Bayerischen Zugspitzbahn findet sich am Montag ein Beitrag, der den hinterlassenen Müll an dem Ausflugsziel thematisiert.

Kurz und knapp heißt es dort: "120 Liter Müll. Auf 2962 Metern. Nach nur einer Nacht." Diese Menge an Unrat hätten sie nach nur einem Morgen auf der Gipfelterrasse eingesammelt. "Der Müll kommt nicht von alleine hoch und er läuft auch nicht von alleine wieder runter", heißt es in dem Post.

Kritik: "Wer Zeit hat, den ganzen Aufstieg zu filmen"

Und die Zugspitze-Verantwortlichen werden noch deutlicher: "Liebe Bergsteiger*innen, wer Zeit hat, den ganzen Aufstieg zu filmen, hat auch Zeit, seinen Müll wieder mit runterzunehmen!" Dahinter findet sich ein hochroter, fluchender Emoji.

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Die Berg-Besucher sollten "a bissl mehr Respekt" zeigen, so der Appell.

Diskussion: Sind das wirklich "Bergsteiger"?

Hunderte Kommentare haben sich unter den Beiträgen auf Instagram und Facebook schon angesammelt, darunter viel Zustimmung. Ein Nutzer schreibt: "Ihr schreibt es ja schon selber. Der Fokus liegt bei vielen auf der Selbstdarstellung via Insta/Youtube. Der Natur und die eigenen Hinterlassenschaften sind da doch egal." Oder: "Traurig, dass man sowas überhaupt ansprechen muss…".

Auch beim Gipfelkreuz gab es an der Zugspitze bereits Probleme mit Stickern und Aufklebern. Es wurde mittlerweile gereinigt.
Auch beim Gipfelkreuz gab es an der Zugspitze bereits Probleme mit Stickern und Aufklebern. Es wurde mittlerweile gereinigt. © Stefan M. Prager/imago

Ein anderer Facebook-Kommentar lautet: "Ich verwahre mich gegen die Verwendung des Begriffes "Bergsteiger" in diesem Beitrag. Zugspitze, ihr beleidigt die Bergsteiger, denn die können nicht gemeint sein – die schauen, dass sie da oben wegkommen und hinterlassen keinen Müll."

Das sieht auch eine Nutzerin so: "Ich würde diese Personengruppe nicht als Bergsteiger bezeichnen. Eher als Eventtouristen, die fit genug sind, zu Fuß raufzukommen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie Ahnung vom Bergsteigen haben. Und Anstand offenbar auch nicht."

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