Gottesdienst für die Toten im Mittelmeer

München (dpa/lby) - Die beiden obersten Kirchenmänner in Deutschland wollen mit einem gemeinsamen Gottesdienst an die Toten im Mittelmeer erinnern. Der Chef der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, werden den ökumenischen Gottesdienst am Samstag, 14.
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Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Bischofskonferenz.. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
dpa Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Bischofskonferenz.. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

München (dpa/lby) - Die beiden obersten Kirchenmänner in Deutschland wollen mit einem gemeinsamen Gottesdienst an die Toten im Mittelmeer erinnern. Der Chef der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, werden den ökumenischen Gottesdienst am Samstag, 14. Dezember, um 14.00 Uhr im Münchner Liebfrauendom begehen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag hieß. Auch der griechisch-orthodoxe Bischof von Aristi Vasilios werde den Gottesdienst mitfeiern.

"Jedes Jahr ertrinken Tausende Menschen im Mittelmeer. Das ist ein Skandal, das dürfen wir nicht hinnehmen", sagte Marx in einer Videobotschaft. "Das ist eigentlich eine staatliche Aufgabe, dass wir eine Grenze haben, an der Menschen nicht umkommen. Ein Staat muss dafür sorgen können. Das tut Europa nicht."

Bedford-Strohm betonte in der Videobotschaft: "Wir wollen für die Menschen beten, die schon gestorben sind. Wir wollen für die Menschen beten, die jetzt in Lebensgefahr sind. Und wir wollen für uns selbst beten, dass Gott uns ein weites Herz schenken möge. Dass wir uns dafür einsetzen, dass das Sterben auf dem Mittelmeer endlich ein Ende hat."

Schon eine Stunde vor dem Beginn des Gottesdienstes sollen Flüchtlinge im Dom die Namen von ertrunkenen Migranten vorlesen, schon von 11.00 Uhr an ist eine Mahnwache von Seenotrettungsvereinen geplant - rund um ein elf Meter langes Schlauchboot, das Menschen auf ihrer lebensgefährlichen Fahrt über das Meer nutzten.

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