Glauber hofft auf Alois Glück für Bayerns Artenschutz

Bayerns Umweltminister hatten in der Vergangenheit keinen leichten Stand. Für Amtsinhaber Glauber ist das erfolgreiche Volksbegehren daher eine unfreiwillige Rückendeckung für eine historische Chance.
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Bienen krabbeln auf einer Wabe. Foto: Sven Hoppe/Archiv
dpa Bienen krabbeln auf einer Wabe. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München (dpa/lby) - Bei der Suche nach Kompromissen und Lösungen für einen besseren Artenschutz in Bayern setzt Umweltminister Thorsten Glauber große Hoffnungen auf Alt-Landtagspräsident Alois Glück. "Ich halte ihn, den ich politisch leider nicht mehr selber erleben konnte, für hoch angesehen, über alle Grenzen hinweg", sagte der Freie-Wähler-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Der CSU-Politiker Glück sei daher eine sehr gute Wahl und werde das Verfahren schon durch seine Persönlichkeit voranbringen.

Glaubers Erwartungen an den Runden Tisch sind gleichwohl hoch, gerne spricht er von einer historischen Chance: "Am Ende muss ein Volksbegehren plus stehen." Dies seien alle Beteiligten dem klaren Ergebnis des Volkssouveräns schuldig. "Es muss uns ein großer Wurf gelingen und dazu gilt es am Tisch das zu analysieren, was im Volksbegehren steht."

Mehr als 18 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat hatten das Volksbegehren für mehr Artenschutz in der vergangenen Woche zu einem historischen Erfolg geführt. Noch nie hatten sich in Bayern mehr Menschen für ein Volksbegehren engagiert. Nach dem großen Erfolg hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Glück für die Leitung des Runden Tisches vorgeschlagen. Am Mittwoch wollen sich die Initiatoren des Volksbegehrens und seine Kritiker sowie Vertreter der Staatsregierung erstmals in der Staatskanzlei treffen.

"Wenn die Initiatoren und alle Beteiligten bereit sind, sich dem Gespräch zu öffnen, es ist sicher eine herausfordernde Aufgabe, sehe ich eine große Chance, dass Glück den Runden Tisch zu einer guten Lösung führt", betonte Glauber. Der 79-jährige Glück habe schon immer klar Haltung bezogen. "Er hat aber immer seine Meinung an den Themen orientiert und nicht an Ideologien. Er hat sich immer stark gemacht für die Landwirtschaft sowie den Klima- und Naturschutz.

Allerdings warnte Glauber vor zu großen Erwartungen in die erste, auf vier Stunden angesetzte Sitzung. "Es geht darum, eine gute Lösung zu finden. Da kann es keine Höchstzahl für die Sitzungen oder Dauer geben", sagte er. Wichtig sei eine passgenaue Lösung und eine eindeutige Klärung, wer für welche Umsetzung verantwortlich ist. "Das ist sicher am Ende nicht nur eine Berufsgruppe." Bereits in der vergangenen Woche hatte Glauber erklärt, dass er insbesondere die Kommunen in Bayern in der Pflicht sehe, sich mehr für den Artenschutz einzusetzen - etwa durch einen Verzicht auf Pestizide.

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