Gerichtsstreit um Klavier mit Elfenbeintastatur geht weiter

München/Starnberg (dpa/lby) - Der Streit um ein Klavier mit Elfenbeintastatur geht vor dem Münchner Verwaltungsgericht weiter. Die Richter gaben dem Landratsamt am Donnerstag bis Ende Mai Zeit, sich mit dem Bundesamt für Artenschutz abzusprechen, wie stark die Beschläge aus Elfenbein geschützt seien.
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Ein Mönch segnet Elefanten während Feierlichkeiten zum Tag des Elefanten. Foto: Chaiwat Subprasom/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa/Archiv
dpa Ein Mönch segnet Elefanten während Feierlichkeiten zum Tag des Elefanten. Foto: Chaiwat Subprasom/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa/Archiv

München/Starnberg (dpa/lby) - Der Streit um ein Klavier mit Elfenbeintastatur geht vor dem Münchner Verwaltungsgericht weiter. Die Richter gaben dem Landratsamt am Donnerstag bis Ende Mai Zeit, sich mit dem Bundesamt für Artenschutz abzusprechen, wie stark die Beschläge aus Elfenbein geschützt seien. Davon hänge ab, so das Gericht, ob die Behörde überhaupt die Tastaturbeschläge von dem Flügel entfernen dürfe. Mit seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht wehrte sich der Besitzer des Klaviers gegen einen Bescheid der Starnberger Naturschutzbehörde, die die Beschläge der Klaviatur abtragen will.

Das Amt wirft dem Mann vor, seinen Flügel über einen Klavierbauer in die Schweiz verkaufen zu wollen - ohne vorher die entsprechenden Papiere zum Handel mit geschützten Tieren beantragt zu haben. Nachträglich könne die Berechtigung nicht mehr erteilt werden, sagten die Vertreter des Landratsamtes. Das Gericht stellte diese Frage bis Ablauf der Frist am 31. Mai ebenfalls zur Prüfung. Allein die Suche nach einem Käufer werte die Justiz schon als Vermarktung - und damit als Verstoß gegen Artenschutzgesetze.

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