Gerichtspräsidentin: KI kein guter Ratgeber für Bürger

Seit Jahren klagen die Sozialgerichte in Bayern über eine hohe Zahl an Verfahren. Damit es schneller geht, hat die Präsidentin des Landessozialgerichts ein paar Tipps für Kläger.
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Die Präsidentin des Landessozialgerichts sieht KI-Einsatz kritisch (Archiv).
Die Präsidentin des Landessozialgerichts sieht KI-Einsatz kritisch (Archiv). © Florian Diettrich/dpa
München

Die Präsidentin des Bayerischen Landessozialgerichts, Edith Mente, sieht den vermehrten Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Verfassen von Klageschriften kritisch. "KI ist für rechtsuchende Bürger kein guter juristischer Ratgeber", sagte sie in München. "Sie stiftet mit seitenlangen, nicht zielgerichteten Ausführungen häufig Verwirrung und führt im Zweifel zu Verzögerungen."

Weil eine Überlastung der bayerischen Sozialgerichte durch eine hohe Zahl der Verfahren inzwischen ein "Dauerzustand" sei, rät Mente Bürgern, die Klage einlegen wollen: "Fassen Sie sich kurz! Nennen Sie in Ihren Klagen Ihr Klageziel und die Punkte, die nach Ihrer Auffassung bisher nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Mehr ist nicht nötig. Insbesondere die rechtliche Würdigung ist Aufgabe des Gerichts."

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