Georgiritt mit Hunderten Pferden - Ehrengast Kardinal Marx

Die Pferde tragen Blumenschmuck und Schleifen: Seit Jahrhunderten wird in Traunstein zu Ehren des Heiligen Georg geritten. Am Ostermontag kamen zahlreiche Schaulustige zum traditionellen Ritt.
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Am Kirchlein werden Tiere und Menschen gesegnet.
Am Kirchlein werden Tiere und Menschen gesegnet. © Uwe Lein/dpa
Traunstein

Zu Ehren des Heiligen Georg sind am Ostermontag Reiter mit hunderten festlich geschmückten Pferden durch das oberbayerische Traunstein gezogen. Elf Festwägen, Musikgruppen, Trachtler und Gebirgschützen begleiteten den Zug hinauf zum Ettendorfer Kirchlein. Dort wurden die Teilnehmer gesegnet. Zahlreiche Schaulustige säumten den Weg. 

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) fuhr in einer der sieben Ehrenkutschen mit. Erstmals seit Jahren war auch der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, dabei. Er hatte den Festgottesdienst gehalten und nahm deshalb nicht an dem gesamten Ritt teil. Vor und nach dem Ritt zeigten Männer auf dem Stadtplatz einen Schwertertanz - ein Zeichen des Siegs des Frühlings über den Winter. 

Immaterielles Kulturerbe 

Der Georgiritt und der Schwertertanz waren 2016 in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen worden. Der Ritt ist eine der größten Pferdewallfahrten in Bayern. Urkundliche Nachweise finden sich für die Jahre 1762 und 1785. Kurzzeitig vom Ordinariat untersagt, wurde ab dem Jahr 1892 der Georgiritt auf Initiative des damaligen Mesners Oswald Fürst wieder eingeführt. Die Wurzeln des Schwertertanzes reichen bis ins Jahr 1530 zurück.

Der Georgiritt ist in einigen Gegenden Bayerns und Österreichs ein alter Brauch. Die Teilnehmer bitten dabei um Gottes Schutz, unter anderem für ihre Tiere.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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