Generali will internationale Kunstversicherung gründen

Der größte deutsche Versicherungsstandort München bekommt Zuwachs: Die italienische Generali-Gruppe will einen Kunstversicherer gründen, der von der bayerischen Landeshauptstadt aus das weltweite Geschäft betreibt. Das kündigte Deutschland-Chef Giovanni Liverani am Donnerstagabend an.
dpa |
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München - Der größte deutsche Versicherungsstandort München bekommt Zuwachs: Die italienische Generali-Gruppe will einen Kunstversicherer gründen, der von der bayerischen Landeshauptstadt aus das weltweite Geschäft betreibt. Das kündigte Deutschland-Chef Giovanni Liverani am Donnerstagabend an. Einzelheiten nannte er nicht.

Generali ist nach der Allianz die zweitgrößte Erstversicherung in Deutschland. Zu der Gruppe gehören unter anderem die Aachen-Münchener und der Direktversicherer Cosmos. Kunstwerke versichert die Generali bisher nicht, dieses Geschäft gilt in der Branche als Spezialfach. Ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet ist das britische Unternehmen Hiscox. Die Gewinnmargen in der Kunstversicherung gelten jedoch im Vergleich zum Alltagsgeschäft mit Kfz-Policen oder Lebensversicherungen als vergleichsweise hoch. "Das wird ein Nischenmarkt sein", sagte Liverani, "aber sehr interessant".

Der italienische Konzern hat seinen Heimatsitz in Triest und ist wie andere große Versicherungen auch in den vergangenen Jahren von zwei widrigen Trends gebeutelt worden: Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank ließ die Erträge der Kapitalanlagen zusammenschrumpfen, die Digitalisierung erschwert den traditionellen Vertrieb über Versicherungsmakler.

Aufsehen hatte die deutsche Generali im vergangenen Jahr mit dem Verkauf von Millionen alter Lebensversicherungsverträge an den Abwickler Viridium erregt. 2018 sei für Generali sehr gut gelaufen, sagte Liverani. "Für uns in Deutschland war es das beste Jahr, das wir je hatten." Zahlen nannte er nicht.

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