Gen Z protestiert: Junge Freie Wähler warnen vor Vorurteilen
Die Jungen Freien Wähler in Bayern richten sich mit Blick auf die geplanten Proteste der Generation Z gegen Vorverurteilungen. "Wer sich für seine Interessen starkmacht, handelt legitim und verdient Gehör statt pauschaler Verdächtigungen", teilte die Jugendorganisation der Freien Wähler mit. "Die Sorgen sind echt. Marode Schulen, hohe Preise und Wohnungsnot beschäftigen Jugendliche und junge Erwachsene auch in Bayern."
Vandalismus, Gewalt und Attacken auf Einsatzkräfte dürften aber kein Mittel sein, um politische Forderungen in die Schlagzeilen zu bringen.
"Es wird richtig geil"
Die Initiative "Gen Z regelt", die auch die Demo in München organisiert, lehnt aber ohnehin Ausschreitungen ab. Die Bewegung habe eine klare Leitlinie, wonach die Proteste ohne jegliche Gewalt ablaufen sollten, hatte der Münchner Mitorganisator Steve am Vortag erklärt. Man werde "friedlich protestieren".
Dass trotzdem ständig von Gewalt die Rede ist, ärgert den 18-Jährigen. Man werde nicht ernst genommen. "Keiner will sich mit uns um die Inhalte kümmern, sondern es ist immer nur das Thema Gewalt auf der Agenda."
In der Telegram-Gruppe der Münchner Veranstaltung heißt es: "Wir freuen uns auf euch und erwarten eine ruhige Demonstration." Und: "Es wird richtig geil".
Am bundesweiten Protesttag soll es am Nachmittag neben München auch Versammlungen in Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Rosenheim geben. Bei manchen Geschäftsleuten geht die Angst um, dass es ähnlich wie in Frankreich zu Ausschreitungen kommen könnte – auch wenn die Polizei erklärte, ihr seien keine Gewaltaufrufe bekannt.
Gastronom: Wird sicher nicht "so schlimm"
Ein Gastronom postete dennoch auf Instagram ein Video mit der Bitte, moderat zu bleiben. Irgendwie könne er es nicht glauben, dass an Halloween in München "die Wilden hier rumziehen und alles kaputt hauen", sagt der Wirt. "Aber die Innenstadt hat sich gerüstet." Alles sei zugenagelt, erklärt er und zeigt Aufnahmen aus der noblen Einkaufsmeile Maximilianstraße.
Doch er ist auch optimistisch. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier so schlimm wird. Und wenn doch, dann wissen wir uns auch zu wehren."
Die Veranstaltung in München wird von der Initiative "Gen Z regelt" betreut, die anderen haben sich dem Aufruf angeschlossen. Der Generation Z gehören Menschen an, die zwischen den späten 1990er Jahren und etwa 2010 geboren sind.
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