Gedämpfte "Löwen"-Freude: 1860 mischt im DFB-Pokal mit
So richtig konnte sich Markus Kauczinski nicht über die Qualifikation seines TSV 1860 München für den DFB-Pokal freuen. Weil die Würzburger Kickers über die Regionalliga ihren Platz im nächstjährigen Cup-Wettbewerb sicherten, haben auch die "Löwen" als Toto-Pokal-Finalist ihr Ticket sicher - im Endspiel kommt es dort nämlich just zum Duell mit Würzburg.
Ob ihn dieser Umstand denn versöhnlich stimme nach der 1:2-Heimniederlage in der 3. Liga gegen den FC Ingolstadt, wurde Coach Kauczinski gefragt. "Das kann mich nicht versöhnen, wir hatten es nicht in der eigenen Hand. Das ist ein Erfolg der anderen." Man merkte, die erste Niederlage im Grünwalder Stadion in der Rückrunde wurmte den erfahrenen Fußballlehrer - auch wenn es tabellarisch für den TSV nach zuletzt etlichen verpatzten Wochen um nichts mehr ging.
Tränen bei Verabschiedung im Grünwalder Stadion
"Das nagt eher an mir als die Freude über den DFB-Pokal", sagte Kauczinski. Das Finale im Landespokal ist das letzte Ziel dieser wechselhaften Saison, nach deren Ende es einen größeren Umbruch im Kader geben wird. Gleich acht Profis wurden vor dem Ingolstadt-Match verabschiedet, darunter der aktuell verletzte Kapitän Jesper Verlaat. Dem Publikumsliebling kamen dabei die Tränen.
Der Niederländer wird also nicht mehr dabei sein, wenn 1860 im August erstmals seit 2022 wieder im DFB-Pokal antreten darf. Damals gastierte keine geringere Mannschaft als Borussia Dortmund im Grünwalder Stadion (0:3). Bei MagentaSport antwortete Kauczinski auf die Frage, was der DFB-Pokal bedeutet, mit einem Lachen: "Erstmal Geld. Das ist wichtig für den Verein als Einnahmequelle." Aber klar, auch sportlich werde es ein Höhepunkt. "Wir hoffen auf einen attraktiven Gegner und dass wir hier dann volles Haus haben."
Würzburg vor Toto-Pokal-Finale und Drittliga-Relegation
Gleiches gilt für die Würzburger Kickers, die sich mit einem 4:0 über die SpVgg Unterhaching Platz zwei in der Regionalliga Bayern hinter den Amateuren des 1. FC Nürnberg sicherten. Weil Zweitvertretungen nicht im DFB-Pokal antreten, durften sich die Unterfranken freuen, die zudem noch in der Relegation für die 3. Liga stehen. Darauf hatte Nürnberg II als Regionalliga-Champion verzichtet.
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