Galeria-Insolvenz trifft Würzburg überraschend

Nach Gesprächen mit der Galeria-Leitung kommt die Insolvenz für Würzburg unerwartet. Nun rückt das kommende Weihnachtsgeschäft in den Fokus der Stadtpolitik.
dpa |
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Auch die Filiale in Würzburg steht auf dem Prüfstand. (Archivbild)
Auch die Filiale in Würzburg steht auf dem Prüfstand. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Würzburg

Das neuerliche Insolvenzverfahren für die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat die Stadt Würzburg kalt erwischt. "In den vergangenen Wochen gab es mehrere Gespräche mit der Unternehmensleitung, in denen wir sehr offen über die einzelnen Standorte, sogenannte Potenzialstandorte, die näher betrachtet werden müssen, gesprochen haben", sagte Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne). 

"Im jüngsten Gespräch im September, zu dem das bayerische Wirtschaftsministerium eingeladen hatte, war ebenfalls ein Vertreter der Unternehmensleitung anwesend. Daher überrascht es mich sehr, heute die Insolvenz des gesamten Unternehmens aus den Medien erfahren zu haben." Dies sei im gemeinsamen Austausch nie Thema gewesen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Galeria beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen bundesweit soll vorerst weiterlaufen. Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren.

Fünf Standorte in Bayern bisher auf dem Prüfstand

In Bayern standen bisher bereits fünf Standorte der Warenhauskette auf dem Prüfstand, neben Würzburg waren das Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen und München (Rotkreuzplatz). Die Oberbürgermeister der betroffenen Städte hatten sich jüngst an die Staatsregierung gewandt mit der Bitte, die müsse die Interessen der betroffenen Standorte gegenüber dem Unternehmen "deutlich vertreten".

"Für Würzburg bzw. für mich als Oberbürgermeister heißt dies nun, dass wir nicht nur den Standort Würzburg betrachten müssen, sondern in der Folge der Gesamtinsolvenz nun vor einer größeren Herausforderung stehen", sagte Heilig. "Wichtig wird jetzt sein, wie Galeria sich weiter aufstellt. Das Weihnachtsgeschäft 2026 wird hierbei eine entscheidende Rolle spielen."

Bayernweit ist Galeria nach eigenen Angaben derzeit vertreten in: Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Landshut, Memmingen, München (Marienplatz, Olympia-Einkaufzentrum, Rotkreuzplatz, Schwabing), Nürnberg, Regensburg, Rosenheim, Würzburg und Aschaffenburg.

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