Fußball-Verbot für FCN-Stars

Mit Trainer Oenning fit durch den Winter: Individuelle Programme für jeden einzelnen Profi
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Nur wer’s kann, darf auf die Piste: Club-Trainer Michael Oenning kennt da kein Pardon.
Wolfgang Zink Nur wer’s kann, darf auf die Piste: Club-Trainer Michael Oenning kennt da kein Pardon.

Mit Trainer Oenning fit durch den Winter: Individuelle Programme für jeden einzelnen Profi

NÜRNBERG Auf seiner Internetseite unter www.fcn.de will der Club von seinen Fans wissen, was diese so während der Zweitliga-Ferien treiben. Hallenfußball gucken, Wintersport mit Fernbedienung in der Hand, Zeit mit der Familie verbringen oder sich einfach auf die faule Haut legen? Letzteres sollten die Profis unterlassen. Schließlich lautet die Vorgabe von Trainer Michael Oenning bis zum Neujahrs-Start am 3. Januar: Fit durch den Winter.

„Aber nur, wenn sie richtig Ski fahren können.“

„Natürlich hat jeder ein Programm mitbekommen“, versichert der 43-Jährige. Ausgearbeitet wurden die Pläne von FCN-Fitness-Coach Andreas Beck, einem ehemaligen American-Football-Spieler – und die sind ja für ihre Zähigkeit und Ausdauer bekannt. Beck hat die „Bewegungs-Therapie“ individuell nach den Bedürfnissen der einzelnen Spieler ausgetüftelt.

Oenning erklärt, warum: „Jeder Profi hat eine andere Statik.“ Heißt: Während manche schneller anfällig für Rückenprobleme sind, gibt es noch die Fraktionen der potenziell gefährdeten Muskel- und Bänder-Patienten. „Mit Fußball sollten sich alle unbedingt zurückhalten. Aber Tennis, Jogging, Radeln oder auch Ski fahren sind voll okay“, erteilt Oenning seinen Schützlingen sogar einen Freifahrtschein auf den Pisten. Einzige Einschränkung: „Aber nur, wenn sie richtig Ski fahren können.“ Und nicht erst einen Anfängerkurs bei den „Weißen Wichteln“ in Sölden belegen müssen.

„Bei mir kommt niemand mit verbranntem Rücken zurück"

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Damit keiner in Versuchung kommt, nachlässig zu werden, gab es als kleines Weihnachtspräsent eine spezielle Pulsuhr. Deren Daten sind am Computer auswertbar. Und: Am 4. Januar bittet Oenning seine Aufstiegswilligen zum Laktattest. Damit wurde noch jeder Sünder überführt – wenn nicht schon die Leibesfülle ein Indiz für unprofessionelles Verhalten ist.

Wie im Sommer bei Jacques Abardonado. Der hatte sich beim Renovieren seines Hauses zehn Pfund Übergewicht angefressen. „Bei mir bekommt niemand die Möglichkeit, mit verbranntem Rücken zurückzukehren“, spielt Oenning auf den sich am Rücken in mehreren Lagen hautschälenden Franzosen an, der kurz darauf zu AFC Valenciennes wechselte. Wobei: Der eine oder andere Transfer ist auch bei austrainierten Profis noch zu erwarten. Markus Löser

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