Freundinnen der Tochter missbraucht: Prozess hat begonnen

München/Seefeld (dpa/lby) - Ein 59 Jahre alter Familienvater sitzt seit Dienstag wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs auf der Anklagebank des Landgerichts II in München. Der Mann aus Seefeld soll sich über Jahre hinweg an vier mit seiner Tochter befreundeten Mädchen vergangen und seine Taten teilweise fotografiert haben.
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Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Illustration
dpa Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Illustration

München/Seefeld (dpa/lby) - Ein 59 Jahre alter Familienvater sitzt seit Dienstag wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs auf der Anklagebank des Landgerichts II in München. Der Mann aus Seefeld soll sich über Jahre hinweg an vier mit seiner Tochter befreundeten Mädchen vergangen und seine Taten teilweise fotografiert haben.

Die mindestens ein Dutzend Taten sollen zwischen 2002 und 2008 passiert sein - die vier Mädchen waren in dem Zeitraum laut Anklageschrift zwischen vier und zwölf Jahre alt. Wie alt sie bei den Übergriffen jeweils genau waren, soll nun die Verhandlung ans Licht bringen. In den Häusern des Angeklagten und der Eltern der Kinder und auch im gemeinsamen Urlaub mit einer befreundeten Familie soll der 59-Jährige die Mädchen teils wiederholt missbraucht haben.

Seit Januar 2019 sitzt er deshalb in Untersuchungshaft. Bei seiner Festnahme fand die Polizei zudem kinderpornografische Fotos und Dias in seinem Haus. Die Anklage lautet unter anderem auf schweren sexuellen Missbrauch und sexuelle Nötigung von Kindern und den Besitz von kinderpornografischem Material.

Zum Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen. Seinem Rechtsanwalt Adam Ahmed zufolge bestritt er die Vorwürfe aber nicht. Nach den im laufenden Prozess verhandelten mutmaßlichen Missbrauchsfällen habe der 59-Jährige schon vor Jahren eine längere Haftstrafe wegen ähnlicher Delikte abgesessen, sagte Ahmed.

Die nun verhandelten Ereignisse seien aber erst Ende 2018 durch Anzeigen der inzwischen erwachsenen mutmaßlichen Opfer bekannt geworden. In den nächsten Tagen soll der Prozess mit ihren Aussagen fortgeführt werden.

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