Freibad-Tipps in Bayern: Wo schwimmt es sich im Sommer am schönsten?

Ob Naturbad, Moorweiher oder Wellenbecken – die Auswahl an Freibädern in Bayern ist groß. Wo sich ein Besuch besonders lohnt.
dpa/az |
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Im Hainbad schwimmt man im Fluss mit schöner Aussicht auf die Bamberger Altstadt. (Archivbild)
Im Hainbad schwimmt man im Fluss mit schöner Aussicht auf die Bamberger Altstadt. (Archivbild) © picture alliance / dpa

Einzelne Freibäder in Bayern öffnen bereits am 1. Mai wieder für sonnenhungrige Badegäste. Der Großteil folgt ab Mitte Mai. Fakt ist: Es gibt jede Menge schöne Freibäder in Bayern, wo man sich bei Hitze erfrischen kann. Eine Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Alpseebad Hohenschwangau: Schwimmen mit Blick auf die  Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau

Schwimmen wie einst König Ludwig II. kann man im Alpseebad im Allgäu – dabei blickt man auf die malerische Landschaft mit den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Schon Bayerns Märchenkönig soll in dem kühlen Bergsee gerne geschwommen sein. Das Bad dort existiert demnach seit 1900. Ein langer Holzsteg führt ins Wasser. Einen extra abgetrennten Kinderbereich gibt es auch. Die Saison startet voraussichtlich am 11. Mai.

Kurvenreiche Rutsche lockt ins Panoramabad in Farchant

Bergkulisse und Badespaß – das bietet das Panoramabad im oberbayerischen Farchant. Eine Solarheizung bringt laut dem Betreiber die vier Becken von Ende Mai bis Anfang September auf angenehme Temperaturen. Neben einem Schwimmer- und einem Babybecken gibt es eine 43 Meter lange, kurvenreiche Rutsche. Jeden Montag steht zudem um 9.30 Uhr Aquafitness auf dem Programm. Am 23. Mai wird das Freibad voraussichtlich für diese Saison öffnen.

Felsenbad Pottenstein: Hier wird das Wasser ohne Chemie gereinigt

Im Felsenbad im oberfränkischen Pottenstein ist der Name Programm. Das 1926 Freibad liegt am Fuße einer Felswand und ist noch heute von Jugendstil-Mauern umgeben. Vor einigen Jahren wurde es umfassend saniert und das Betonbecken durch einen unbeheizten Naturbadeteich ersetzt. Das Wasser wird ohne Chemie in einem natürlich bepflanzten Filterbecken gereinigt. Das Felsenbad ist voraussichtlich ab Mitte Mai bei schönem Wetter täglich geöffnet.

Das 1926 Freibad liegt am Fuße einer Felswand und ist noch heute von Jugendstil-Mauern umgeben.
Das 1926 Freibad liegt am Fuße einer Felswand und ist noch heute von Jugendstil-Mauern umgeben. © Florian Trykowski/TZ Fränkische Schweiz /dpa

Naturbad Maria Einsiedel in München: Abgetrennter FKK-Bereich für Frauen und Familien

Das Naturbad Maria Einsiedel in München liegt in den Isarauen und direkt am Isarkanal. Im Winter 2007/2008 wurde es zum Naturbad umgebaut. Seitdem kommt das Wasser im Schwimmer- und im Kinderplanschbecken ohne Chlor und chemische Zusätze aus, Mikroorganismen übernehmen die Reinigung in einem Aufbereitungsteich. Für Damen und Familien gibt es einen abgetrennten FKK-Bereich. Die Saison startet nach Angaben der Münchner Stadtwerke voraussichtlich am 14. Mai.

Das Naturbad Maria Einsiedel in München liegt in den Isarauen und kommt ohne Chlor aus.
Das Naturbad Maria Einsiedel in München liegt in den Isarauen und kommt ohne Chlor aus. © Denise Krejci/Stadtwerke München /dpa

Hainbad Bamberg: Badestelle am Fluss mit Liegewiese, Steg und Kabinen

Das Hainbad ist kein klassisches Freibad, sondern eine Badestelle am Fluss mit Liegewiese, Steg und Kabinen, die Stammgäste dauerhaft mieten können. Es liegt wunderschön gelegen an der Regnitz mit Blick auf die Bamberger Altstadt. Eine Badeaufsicht gibt es dort nicht. Es gibt aber ein Kinderbecken mit Wasserspielgeräten. Die Vorsaison startet am 1. Mai.

Moorbad Fleckl im Fichtelgebirge: Natürliches Moorbecken lockt Besucher an

Idyllisch mitten im Wald liegt das Moorbad Fleckl am Rand des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge. Das Wasser ist naturbelassen, mit Schwebstoffen des Moores durchsetzt und bleibt auch im Sommer eher kühl. Eine besondere Attraktion ist nach Angaben der Tourismuszentrale das natürliche Moorbecken direkt am Waldrand. Das dickbreiige Moor erwärmt sich in der Sonne schnell, soll verkrampfte Muskeln entspannen und Gelenkbeschwerden lindern.

Idyllisch mitten im Wald liegt das Moorbad Fleckl am Rand des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge.
Idyllisch mitten im Wald liegt das Moorbad Fleckl am Rand des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge. © Florian Trykowski/Tourismuszentrale Fichtelgebirge /dpa

Der Badeweiher ist frei zugänglich. Es gibt einen Schwimmer- und einen abgegrenzten Nichtschwimmerbereich, aber keine Badeaufsicht. Umkleidemöglichkeiten, kalte Duschen, Toiletten, ein Kneipp-Becken und ein Spielplatz sind vorhanden. 

Naturbad Weißenbrunn: Planschbecken, Spielplatz, Volleyballfeld, Boule-Bahn und mehr

Das Naturbad Weißenbrunn in Mittelfranken war einst Feuerlöschteich und Viehtränke. In der Nachkriegszeit bauten Bürgerinnen und Bürger diesen zu einem Freibad um und legten die Liegewiese an. 2007 wurde ein Förderverein gegründet, der das in die Jahre gekommene Becken sanierte und eine ökologische Wasseraufbereitung installierte. Freiwillige pflegen und erhalten das Bad mit Planschbecken, Spielplatz, Volleyballfeld, Boule-Bahn, Umkleidekabinen und Biergarten seither. Saisonstart ist am 14. Mai.

Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen: Blick bis zur Rhön 

Am 15. Mai eröffnet das Terrassenschwimmbad im unterfränkischen Bad Kissingen nach einer umfassenden Sanierung wieder. Die 48.000

Quadratmeter große Anlage liegt auf dem Finsterberg, von dem man über die Saale-Ufer bis zur Rhön blickt. Badegäste erwartet dort unter anderem ein Sportbecken, ein Zehn-Meter-Sprungturm sowie drei Nichtschimmerbecken mit 85 Meter langer Rutsche und Wasserfall.

Am 15. Mai eröffnet das Terrassenschwimmbad im unterfränkischen Bad Kissingen nach einer umfassenden Sanierung wieder.
Am 15. Mai eröffnet das Terrassenschwimmbad im unterfränkischen Bad Kissingen nach einer umfassenden Sanierung wieder. © Ben Kiesel/Stadt Bad Kissingen/dpa

Abenteuerspielplatz am Naturfreibad Fischach

Sprungfelsen, Wassergrotte und ein Abenteuerspielplatz bietet das Naturfreibad in Fischach im Landkreis Augsburg. Baden kann man dort ohne Chlor und andere Chemikalien. Mikroorganismen reinigen das Badewasser in einem separaten Regenerationsteich. Am 17. Mai wird das Freibad in die diesjährige Badesaison starten.

Fast wie am Meer: Freibad Bärenwelle

Fast wie am Meer kann man sich im Freibad Bärenwelle in Grafenau fühlen. Dieses hat laut der Gemeinde das größte Wellenbecken im Bayerischen Wald. In separaten Becken kann man zudem in Ruhe seine Bahnen ziehen, vom Sprungturm hüpfen oder sich die lange Rutsche hinunterwagen. Für Kinder gibt es dazu zwei Planschbecken. Das Freibad ist von Ende Mai bis Mitte September geöffnet.

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