Frauen gesucht, um Töchter zu missbrauchen? Urteil gefallen

Ein Mann aus Mittelfranken soll über Jahre gezielt Mütter kontaktiert haben, um ihre Töchter sexuell zu missbrauchen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil.
dpa |
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Das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth wurde am zweiten Prozesstag verkündet. (Symbolbild)
Das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth wurde am zweiten Prozesstag verkündet. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs an Töchtern gezielt ausgesuchter Partnerinnen ist ein Mann in Nürnberg zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth habe den 55-Jährigen unter anderem wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs und der Herstellung von Missbrauchsabbildungen schuldig gesprochen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Nürnberg-Fürth. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zufolge soll der 55-Jährige aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gezielt Kontakt zu "alleinerziehenden, vorzugsweise asiatisch-stämmigen Müttern mit Töchtern unter 14 Jahren" gesucht haben, um die Mädchen zu missbrauchen – wenn deren Mütter abwesend waren.

Ermittler fanden Tausende Fotos und Videos von Missbrauch

Dabei soll er über 17 Jahre seine vaterähnliche Beziehung ausgenutzt haben, um die insgesamt sechs Mädchen sexuell zu missbrauchen sowie Fotos und Videos von den Taten zu machen. Insgesamt soll der 55-Jährige mehrere Tausend Dateien mit Missbrauchsabbildungen besessen haben.

Die Kinder – vier von ihnen sind laut Gericht Schwestern – hätten die Taten entweder im Schlaf nicht bemerkt oder als normal empfunden, weil die Übergriffe Teil ihres Alltags gewesen seien, heißt es in der Anklage. Im Zweifel habe der Mann die Mädchen überredet oder ihnen Gewalt angedroht.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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