Frau in eigenem Auto angezündet: Mordprozess startet

Die Tat erschütterte Gerabronn im Landkreis Schwäbisch Hall: Ein Mann soll seine Frau im Auto angezündet und getötet haben. Jetzt steht er vor Gericht.
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Polizisten sichern einen Tatort. Foto: Andreas Rosar/dpa/Archivbild
dpa Polizisten sichern einen Tatort. Foto: Andreas Rosar/dpa/Archivbild

Ellwangen (dpa/lsw) - Mit einer grausamen Tat sollen die Streitigkeiten eines getrennt lebenden Ehepaars geendet haben: Ein Mann soll seine Frau in ihrem Auto verbrannt haben. Seit Mittwoch muss sich der 48-jährige Deutsche wegen Mordes vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine 45 Jahre alte Ehefrau in Gerabronn (Kreis Schwäbisch Hall) an einem Morgen im November vergangenen Jahres mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit abgepasst zu haben. Laut Anklage versperrte er ihr den Weg, schlug mit einem Hammer die Scheibe der Fahrertür ein, versetzte seiner Frau Fausthiebe und übergoss sie mit Benzin. Zwischenzeitlich gelang es ihr, aus ihrem Wagen herauszukommen, doch ihr Mann schob sie wieder hinein. Dann soll er eine brennende Zigarette ins Fahrzeug geworfen haben. Der Anklage nach starb die Frau an der folgenden "explosionsartigen Verpuffung", wie es vom Gericht hieß.

Das Auto der Frau brannte völlig aus. Der Mann wurde noch am selben Tag festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Tathintergrund sollen Streitigkeiten des Paares über ein Wohnhaus und Unterhalt gewesen sein. Eine Scheidung soll kurz bevor gestanden haben. Die Tat hatte die Stadt mit rund 4300 Einwohnern erschüttert. "Alle stehen unter Schock, das nimmt alle mit", sagte damals Gerabronns Bürgermeister Christian Mauch (parteilos). Seiner Einschätzung nach habe man bei dieser Familie mit Kindern ein solches Verbrechen nicht angenommen.

Am Landgericht sollten nach Angaben des Sprechers am Mittwoch mehrere Zeugen und eine rechtsmedizinische Gutachterin gehört werden. Bis zum 20. Mai sind drei weitere Termine angesetzt.

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